Gedichte über Glück



Waldeinsamkeit



Ich wandere nun stundenlang

über Felder, durch den Wald -

pausiere hier am Felsenhang

im Schatten. Es ist ziemlich kalt.

 

Der Stausee unter mir ruht still;

ganz anders, als zur Sommerzeit.

Ein Eichelhäher stört mich schrill

in der Zurückgezogenheit.

 

Ich muss nicht reden, darf genießen

und die Gedanken kreisen lassen

an Orten, ganz genau wie diesen

kann ich Ideen neu verfassen.

 

Wäre ich mutig, blieb ich hier

die ganze Nacht - warm eingepackt.

Ein weiter Heimweg liegt vor mir.

Es dunkelt - irgendetwas knackt.

 

Ein bisschen ängstlich, doch zufrieden

steig ich hinab - die Schritte knistern.

Die Abkürzung hab ich vermieden -

von dort vernahm ich leises Flüstern.

 

                           *

Vertont unten zu hören.

 

 Text und Foto (C) Ingrid Bezold

 

Gelesen: 162   
Autoren denen dieses Gedicht gefällt:

Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:

Mein schönstes Gedicht
ich schrieb es nicht
aus tiefsten Tiefen stieg es
ich schwieg es

Mascha Kaleko

Übrigens:
Ich schreibe mit Herzblut - authentisch, nicht immer perfekt, aber immer ohne KI.

Als Audiostream:




ÄHNLICHE GEDICHTE





8 KOMMENTARE



14. Oktober 2025 @ 20:44

So ein Waldsparziergang ist nicht nur entspannend sondern auch inspirierend, liebe Ingrid. Jeder Waldeslaut, jeder Blick ins Grüne kann zu Geschichten, Gedichten verarbeitet werden. Ich hoffe, Du bist bist wohlbehalten zu Hause angelangt. Schicke lG in Deinen Abend, Helga


15. Oktober 2025 @ 10:18

Irgendwie komme ich immer nach Hause,liebe Helga.
Danke für deine zustimmenden Worte.
LG Ingrid


13. Oktober 2025 @ 21:59

... einfach schön !!!! "muß nicht reden darf genießen" eine sehr gelungene Metapher. Obwohl ich eigentlich der metrikfreien Lyrik verfallen bin - aber diese ist sehr angenehm , flüssig einfach stimmig.
Lb.Gr.
G.


14. Oktober 2025 @ 09:56

Guten Morgen, Grete.
Danke für das schöne Feedback.
LG Ingrid


13. Oktober 2025 @ 17:57

Huh, so allein ist das ganz schön mutig, wenn es finster wird, bin ich lieber daheim. In Gedanken bin ich Dir gefolgt. Sehr schön geschrieben… Gruß, Gudrun


13. Oktober 2025 @ 19:55

Dankeschön, Gudrun.
Das ist ein schönes Fleckchen im Wald mit Blick auf den See. Bei Abenddämmerung aber unheimlich.
LG Ingrid


13. Oktober 2025 @ 16:43

Ingrid wo treibst du dich nachts rum.
LG
Ewald


13. Oktober 2025 @ 19:53

...eigentlich im Bett, Ewald.
Manchmal aber auch abenteuerlich in der Finsternis.
LG Ingrid



SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

2179+
Das Versprechen

1320+
DAS MEERSCHWEINCHEN

1068+
Nur eine Pusteblume

1064+
Ein bisschen Spaß muß se...

1007+
Zwei glückliche Marienkä...

921+
Alles Spargel oder was ?

906+
Für eine schöne Frau

889+
Maiglöckchen

884+
Rentner haben keine Zeit (...

859+
Nachbars Kirschen


- Gedichte Monat

4+
Der Kirschenmann

3+
Wunderbare Maiennacht

3+
Ich wollt` ich wär`ein Sc...

3+
Ich mag...

3+
Erdbeeren mit Zucker

3+
Aufstehen!

2+
Burgunder

2+
Der rote Mohn

2+
Warum rufst du nicht an?

2+
VERLOREN IN MIR SELBST


- Gedichte Jahr

5+
Die Heimat der Poeten

3+
Glücksgetritt

3+
Rhododendronblüte

3+
Aufstehen!

2+
Zufällig an einem Tisch

2+
Mein Toni....

2+
Ekstase

2+
GLÜCKSMOMENTE

2+
Der alte Schäfer

1+
Die Bernsteinkiste


Neusten Kommentare

bei "Malen bei Regenwetter"

bei "Der stille Reichtum"

bei "An guten Tagen"

bei "Ein Tännlein"

bei "Malen bei Regenwetter"

bei "Pauls erotischer Abend"

bei "Malen bei Regenwetter"

bei "Malen bei Regenwetter"


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte




Atmosphäre Aufklärung ? Arbeit Abschied Alte Abend Album Alltag Alter Ahnen Abenteuer Augenblick Abendlied Aufregung Augen Ärger Annie Achtung Amerika Antwort Alm Angst Abenddämmerung Arbeitstag Affe Alleinsein Advent Amor allein Armut Achterbahn Arzt Abnehmen Aphorismus Alkohol Alphabet Amsel Appetit Allerheiligen