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Waldeinsamkeit



Ich wandere nun stundenlang

über Felder, durch den Wald -

pausiere hier am Felsenhang

im Schatten. Es ist ziemlich kalt.

 

Der Stausee unter mir ruht still;

ganz anders, als zur Sommerzeit.

Ein Eichelhäher stört mich schrill

in der Zurückgezogenheit.

 

Ich muss nicht reden, darf genießen

und die Gedanken kreisen lassen

an Orten, ganz genau wie diesen

kann ich Ideen neu verfassen.

 

Wäre ich mutig, blieb ich hier

die ganze Nacht - warm eingepackt.

Ein weiter Heimweg liegt vor mir.

Es dunkelt - irgendetwas knackt.

 

Ein bisschen ängstlich, doch zufrieden

steig ich hinab - die Schritte knistern.

Die Abkürzung hab ich vermieden -

von dort vernahm ich leises Flüstern.

 

                           *

Vertont unten zu hören.

 

 Text und Foto (C) Ingrid Bezold

 

Gelesen: 158   
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AUTOR:

Mein schönstes Gedicht
ich schrieb es nicht
aus tiefsten Tiefen stieg es
ich schwieg es

Mascha Kaleko

Übrigens:
Ich schreibe mit Herzblut - authentisch, nicht immer perfekt, aber immer ohne KI.

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8 KOMMENTARE



14. Oktober 2025 @ 20:44

So ein Waldsparziergang ist nicht nur entspannend sondern auch inspirierend, liebe Ingrid. Jeder Waldeslaut, jeder Blick ins Grüne kann zu Geschichten, Gedichten verarbeitet werden. Ich hoffe, Du bist bist wohlbehalten zu Hause angelangt. Schicke lG in Deinen Abend, Helga


15. Oktober 2025 @ 10:18

Irgendwie komme ich immer nach Hause,liebe Helga.
Danke für deine zustimmenden Worte.
LG Ingrid


13. Oktober 2025 @ 21:59

... einfach schön !!!! "muß nicht reden darf genießen" eine sehr gelungene Metapher. Obwohl ich eigentlich der metrikfreien Lyrik verfallen bin - aber diese ist sehr angenehm , flüssig einfach stimmig.
Lb.Gr.
G.


14. Oktober 2025 @ 09:56

Guten Morgen, Grete.
Danke für das schöne Feedback.
LG Ingrid


13. Oktober 2025 @ 17:57

Huh, so allein ist das ganz schön mutig, wenn es finster wird, bin ich lieber daheim. In Gedanken bin ich Dir gefolgt. Sehr schön geschrieben… Gruß, Gudrun


13. Oktober 2025 @ 19:55

Dankeschön, Gudrun.
Das ist ein schönes Fleckchen im Wald mit Blick auf den See. Bei Abenddämmerung aber unheimlich.
LG Ingrid


13. Oktober 2025 @ 16:43

Ingrid wo treibst du dich nachts rum.
LG
Ewald


13. Oktober 2025 @ 19:53

...eigentlich im Bett, Ewald.
Manchmal aber auch abenteuerlich in der Finsternis.
LG Ingrid



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