Weihnachtsgedichte



Märchenhafte Bescherung (Grinchbekehrung)

Versteckt liegt er hinterm Kinderhaus,
holt sein langes Fernglas raus,
schaut hoch zum Himmel,
lauscht nach Pferdeschlittengebimmel.
 
Er wartet auf den Alten mit Bart,
dieser kommt in voller Fahrt
und im hohen Bogen,
mit seinem Schlitten angeflogen.
 
Der Grinch lauert, darf ihn nicht verfehlen,
denn er will die Geschenke stehlen,
kaum ist der gelandet, auf der Schneedecke,
schleicht er sich an die gefüllten Säcke.
 
Ja, Weihnachten, des Grinches Graus,
vor allem Knecht Ruprecht und der Nikolaus,
die konnte er noch nie leiden,
weil sie immer solch Freude bereiten.
 
Kaum war Santa Claus im Haus verschwunden,
hatte der Grinch die Säcke losgebunden,
aber die Rentiere taten laut schnaufen,
da kam er hurtig angelaufen.
 
Er sah den Bösewicht im Weihnachtsfrack
und schrie:“ Knüppel aus dem Sack“,
schwebend kamen nun zwei Stöcke raus
und holten schon drohend aus.
 
Doch Knecht Ruprecht rief: „Haltet ein“,
denn der Grinch bat um verzeihen,
die Knüppel verschwanden, der Grinch tat stutzen,
so musste er, zur Strafe, die Kufen putzen.
 
Dann sagte der Alte: „Tischlein deck dich,
weihnachtlich, reichlich-festlich“,
das Kinderheim verwandelte sich in ein Schloss,
indem man den Weihnachtsschmaus genoss.
 
Der Grinch war natürlich dazu eingeladen
und schmatzte beim Verzehr der vielen Braten,
die Kinder lachten über den grünen Wicht,
aber sahen auch Freude in seinem Gesicht.

Alle Kinder tanzten dann mit Santa Claus,
verflogen war Grinches Weihnachtsgraus,
denn er hatte eine gewisse Wärme gespürt
und war, das erste Mal, weihnachtlich berührt.
 
Diese zauberhafte Bescherung,
verhalf dem Grinch zur Bekehrung,
er wollte nun nie mehr böse sein
und schrieb sich
ins Weihnachts-Helferbuch für immer ein.

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