Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
Wundersame Stille zog ein
Im duftend leuchtenden Kerzenschein
Wobei zwischen Zweigen von Tannen
Brennende Kerzen zu reden begannen
Die erste Kerze sagte aufflackernd gediegen
- Ich heiße Frieden
Doch die Menschen halten keinen Frieden
Sie wollen mein edles Schillern nicht-
Und dabei erlosch ihr kleiner werdendes Licht
Nun funkelte die zweite Kerze überdrüssig
- Ich heiße Glauben
Aber meine Helle ist überflüssig
Denn die Menschen leugnen Gottes Sein -
Und dann versiegte auch ihr schwindender Schein
Betrübt flüsterte die Dritte der Kerzen
- Ich heiße Liebe
Habe wirklich keine Kraft mehr im Herzen
Die Menschen sehen nur sich
Eigenliebe lässt andere im Stich -
Und so ging auch sie aus, mit kurzem Zisch
Auf einmal kam die neunjährige Emilia ins Zimmer
Erschrak, über fehlenden Kerzenschimmer
- Ihr sollt doch brennen – und fing an zu weinen
Da begann die vierte Kerze ihr magisches Scheinen
Zog Emilia in den schönsten Weihnachtszauberbann
Und sprach, mit nie zuvor gehörtem Verkünden
- Hab keine Angst... ich heiße Hoffnung
Mit mir, können wir die Kerzen erneut anzünden -
Aus Emilias Tränen wurde lächelndes Glück
Und mit kleinem Holzstück
Gab sie den drei Kerzen ihre Flamme zurück
Erweckte strahlend weihnachtlich-sinnlichen-Segen
Frieden, Glauben und die Liebe
Wieder zum Leben
Nach einer kleinen Volksgut-Geschichte zum Weihnachtsfest.
Karsten Herrmann
„Die vier Adventskerzen" ist ein Gedicht aus der Kategorie Weihnachtsgedichte von Karsten Herrmann, veröffentlicht am 15. Dezember 2018 auf Gedichtesammlung.net.
© Karsten Herrmann
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2 Kommentare
Entspannte Weihnachtstage wünscht Ingrid