12. November 2024

Letzte Zeilen

Mit Müh` und Not dem Bett entstiegen,
um von dem Heiltrank kurz zu nippen,
will schreiben an mein Herzenskind,
haucht sie mit schweren blassen Lippen.

Obwohl das Herz pocht schnell und heftig,
Mutterliebe, sie wird siegen,
hab` mich gestärkt und bin jetzt kräftig,
werd` schreiben und nicht liegen.

Am nächsten Morgen man sie fand,
gebeugt über den letzten Zeilen,
den Stift hielt sie noch in der Hand,
als wollt` kurz sie verweilen.

Nun schlafe still, du treues Herz,
die Engel sanft dich wiegen,
bist befreit von allem Schmerz,
sie hab`n den Brief zu End` geschrieben.

„Letzte Zeilen" ist ein Gedicht aus der Kategorie Abschied von pally66, veröffentlicht am 12. November 2024 auf Gedichtesammlung.net.

© pally66

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pally66

Schreiben ist schon lange eine Leidenschaft von mir. Inspiriert werde ich vor allem durch die Dinge des täglichen Lebens. Ich lese gern, vor allem dicke Romane, die im Mittelalter spielen. Im Fernsehe…

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1 Kommentar

Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Dichterlegende
13.11.2024
Sehr bewegende Zeilen, Helga. Gruß, Gudrun

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