An einem Sommermorgen,
sie sitzen schweigend da,
in den Gesichtern liest man Sorgen,
kein anderer nimmt sie wahr.
Nur ein Schmetterling umschwebt
das traurig stille Paar,
und der Sommerwind, er weht
in ihrem langen Haar.
Wie Tau im frischen Morgenlicht
große Tränen funkeln,
in ihrem blassen Angesicht
die Schatten überdunkeln.
Die Stunden, sie verrinnen
so wortlos und in Pein,
schauen in die Ferne sinnend,
bald ist jeder dann allein.
Zwei Liebende, zwei Leidende,
vereint in bitt`rer Qual,
dann küssen sich zwei Scheidende
zum allerletzten Mal.
© pally66
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9 Kommentare
ein trauriger Text der voller Wehmut und Leid ist. Wie wird es wohl sein, wenn man einmal wirklich ganz alleine ist, ich beginne mich diese Frage immer öfter zu stellen. Wenn man wie mein Tantchen seit über 3o Jahren völlig alleine lebt, so ist es eine gewisse Gewohntheit, selbst wenn die Eigenständigkeit nun nicht mehr ohne Fremdhilfe zu gehen scheint. Wenn man jedoch so wie ich heuer über 48 Jahre verheiratet ist, so kann ich mir nicht vorstellen, wie es wäre einmal alleine zu sein. Anders ist es, wenn man in einem großen Famielienverband lebt, wobei auch da nicht immer alles eitel Wonne Sonnenschein ist.
Ein nachdenklich machender Text der ziemlich traurig stimmt!
Liebe Abendgrüße
Uschi
Aber Du hast schon recht, Menschen, die ein Leben lang gemeinsam verbracht haben, und die dann plötzlich allein dastehen, wird es bitter. Leider kommt das alles noch auf mich/ uns zu, zumal wir im nächsten Jahr die Platinhochzeit feiern!!. LG in Deinen Abend, Helga
zuerst sah ich ein altes Paar da sitzen, die vielleicht jeweils ans Ende des Partners denken. Als ich es nochmal las, spielte der Wind im langen Haar und da sah ich, dass die Ferne die beiden trennen wird. Egal wie es begründet ist - es ist traurig und geht ans Herz.
Liebe Grüße
Ingrid
LG
Ewald