Sonstige Gedichte



Krabatreime

Endlos tief schien dieser seltsame Wald, überall schwarze Schweine und Raben. Hoffentlich findet Krabat die Truhe bald, den vergrabenen Schatz, die Wissensgaben. Wölfe heulen in der Abendkühle, am Waldesrand ein funkelndes Licht. Ein großer Hof mit schwarzer Mühle, und ein Müller mit teuflischem Gesicht. Auf einmal ein grunzender Schrei, elf Burschen stehen neben Müllers Gestalt. Er könne bleiben, ein Platz wäre wieder frei, ein Wildschwein flüchtete in den Wald. Krabat zögerte, des Müllers Hand nicht, zeigte den Schlüssel der Truhe, er hatte ihn. Sieben Jahre dienen wäre seine Pflicht, dann dürfte er reich belohnt weiterziehen. Er willigte ein, dachte an Lohn und Brot, sein neuer Freund Markus weihte ihn ein. Er sprach von Verwandlung und Tod, schwarze Magie war des Müllers Sein. Nachts wurde Korn zu Gold gemacht, der Zauber des Müllers, unendliche Gier. Ungehorsame wurden einfach umgebracht, oder verwandelt in ein Schweinetier. Markus erzählte Krabat von Müllers Macht, Mütter kamen, wollten uns wieder haben. Doch der Müller hatte nur spöttisch gelacht, verzauberte alle in schwarze Raben. Wenn eine Mutter ihren Sohn erkennt, oder die Liebste ihren Mann. Würde das Band des Zaubers getrennt, und beendet dieser Teufelsbann. Als Krabatrabe war er schnell im Wind, wollte den Höllenzauber des Müllers brechen. Er flog zu Markus Mutter geschwind, um ein Erkennungszeichen abzusprechen. Und als die Mutter sie erkannte, von zwölf Raben, gab es einen tosenden Blitz. Krachender Donner, die Mühle brannte, der Müller verschwand in einem Erdenschlitz. Versickert war das geschmolzene Gold im Feld, geworden zu fruchtbaren Düngersaft. Verehrt wird heute noch Krabat der Held, im Land, welches blüht mit sagenhafter Kraft. Die Krabatlegende, Magie aus alter Zeit, eine schöne Phantasie im wandelbaren Kleid. .

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