Zwischen Licht und Dunkel

5. März 2012

Die schwarze Witwe

Wallend-rabenschwarzes Haar, schulterlang,
Gesicht wie eine Sphinx, flammender Blick.
Geschmeidig-katzenhafter Gang,
eine Femme fatale, diese lüsterne Schöne,
mit magisch-hexen-haften Geschick.

Ihre Verführung ist ein verruchter Derwisch Tanz,
dunkle Augen, laszives Schmollmund-Lächeln.
Er hebt ihre Aura in einen verlockenden Glanz,
nur in ihrer wandelnd erotischen Stimme,
hört man dies mystisch-satanische Hecheln.

Sie wird auch schwarze Witwe genannt,
Vampir in weiblicher Gestalt, höllisch feminin.
Ihre teuflischen Netze sind schon gespannt,
riecht sie blaues Blut, kann keiner entflieh’n.

Am liebsten fängt sie sich reiche Grafen,
heiratet schnell, gierig nach Macht und Geld.
Hat sich stets zum Adelsturm hoch geschlafen,
Liebe ist Verschwendung in ihrer Welt.

Nach kurzer Zeit werden junge Männer zu Greise,
durch den
Geschlechtsakt wird ihre böse Seele neu gedüngt.
Ausgesaugt verschwinden sie auf rätselhafte Weise,
die schwarze Witwe hat ihr Leben wieder verjüngt.

Ohne Gefühle jagt sie nun schon jahrhundertelang,
altert kaum,
diese reich geworden-blutrünstige Chimäre.
Regeneriert sich labend, am frischen Männerfang
und verschwindet dann
in zauberisch-dämonischer Sphäre.

„Die schwarze Witwe" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Karsten Herrmann, veröffentlicht am 5. März 2012 auf Gedichtesammlung.net.

© Karsten Herrmann

Sammlung 87 Aufrufe
Karsten Herrmann Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp Pinterest
Anzeige

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

Anzeige
✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

Kommentare

Noch keine Kommentare — schreibe den ersten!

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Gedicht des Tages

Wellenwut.. Die Natur stark erbebt. Hat das Chaos angestrebt. Ebbe reizt nun die Flut. Tobt sich aus die Wellenwut. Am a…

Gedicht lesen
Anzeige
Aktiv in · Sonstige Gedichte