Sonstige Gedichte



DER WAHN



 

*Der Wahn*

 

Es war einmal ein recht kleiner Mann,

schlich rechts sich im Schatten von jemandem an;

schrieb für ihn seine Reden,

wollte volksnah sich geben.

 

Denn er wollt auch mal regieren, 

als Volkskanzler sich ausprobieren.

Hatte ein festes Feindbild gleich:

Kurz - alles, was nicht aus Österreich.

 

Zwar als Minister gehasst

von der Regierung geschasst,

übernahm er die Spitze. 

Er war nicht für die die Spritze.

 

Und gegen Corona-Maßnahmen,

spielt den Retter der Armen.

Patrioten und auch Bildungsferne

wählen ihn daher ganz gerne.

 

Denn er verspricht eine Festung fürs Land,

zeigt sich traditionell oft im Trachtengewand,

sieht sich als einzige Alternative,

doch daran glauben nur sehr Naive.

 

Er verspricht das „Blaue“ vom Himmel herab, 

tritt auf als „der Changer“ und das nicht zu knapp.

Der Klimawandel ist ihm egal,

die Wirtschaft steht vorne ganz banal.

 

Er schürt immer wieder Hass und Neid, 

es tun ihm auch keine Flüchtlinge leid.

Nein, er gibt ihnen Schuld an allem, was falsch lief,

dabei ist ihm kaum ein Vergleich je zu tief.

 

Pauschaliert gern alles Fremde,

spielt damit dem Mob in die Hände.

Steht angeblich ein für alle „Kleinen“,

doch dieses gilt nur für die Seinen.

 

Träumt von Pferdestaffeln der Polizei,

weil wichtig die Sicherheit ihm doch sei, 

bei Tag in Wien und vor allem bei Nacht

Doch es geht nur um eines: Seine eigene Macht!

 

Fühlt von der Presse sich vernadert,

mit seinem Schicksal er stets hadert,

beherrscht die Schuldumkehr famos 

und geht auf „die Eliten“ los.

 

Auf Empathie wird verzichtet,

wenn ein Putin sichs richtet,

ist dies für ihn ganz legitim;

mit Trump und Orban in einem Team.

 

Propagiert die gute alte Zeit,

Emanzipation, die geht ihm zu weit.

Er mokiert sich über die Genderei, 

LGTB ist ihm einerlei.

 

Auch die EU ist ihm zuwider,

alles Grüne macht er nieder. 

Wäre gerne ein Führer aus dem „bunten Leiden“, 

die Demokratie würde er dafür beschneiden.

 

Darum fallt nicht herein auf solch blumige Worte,

er selbst will das größte Stück der Torte.

Ihr habt die „Wahl“, wohin es geht.

Ich hoffe, dass ihr den Wink versteht …

 

             DerPoet (09.24)

 

PS: 

Wenn ich so zum Nachbarn seh,

gilt selbiges für die AFD. 

Man muss nur die Namen tauschen

und kann demselben Schwachsinn lauschen!



Bild: pixabay



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AUTOR:

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Chris Peter (aka *DerPoet*)

geb. 1965 im steirischen Feldbach, lebt in der Nähe von Graz (Österreich).

Freier Autor, schreibt seit seinem 18. Geburtstag Poesie und Gedichte,
hauptsächlich zu den Bereichen Liebe & Beziehungen, aber auch zu sozialkritischen Themen und dem aktuellen Zeitgeist, meist in klassischer Gedicht- und Reimform.

Literarische Vorbilder: Christian Morgenstern, Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz.

2. Platz in der Kategorie "Kunst & Literatur" im Februar 2017 bei Besucher-Award.de
mit der Facebook-Seite:

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