Natur und Jahreszeiten



Laubtanz



Der Ginkobaum erstrahlt in einem solchen Gelb, dass jede Sonnenblume vor Neid erblasst. 
Der Ahorn feuerrot, dass auch die Glut nicht mithalten kann. 
Die Früchte der Kastanie glänzen bordeauxrot auf den Wegen. 
Der Himmel so strahlend stahlblau.

Die Sonne steht tief und blendet den geneigten Spaziergänger, der stauend den Tanz der Blätter bewundert. 
Die Don Quijoten der Gärten kämpfen gegen die Laubwinde. 
Unendlich – jedes Jahr neu und nie endend. 
Der kleinste Lufthauch genügt und die Blätter ergeben sich dem Luftstrom und segeln in Halbkreisen zu Boden. 
Es ist, als ob sie miteinander tanzen würden. Die großen Blätter, schwer von der Nässe der Nacht, im Sturzflug.

Das kleinere Laub gleitet in Schwüngen hinab und die zarten Birkenblätter nutzen jeden Hauch und wirbeln in schönsten Schwüngen danieder. 
Es regnet bunt.
Der vorletzte Tanz des Jahres. 
Das Laub auf den Gehwegen gekennzeichnet vom Alter des Jahres. 
Tanzt mit im Rausch des Herbstes.

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6 KOMMENTARE



29. Oktober 2024 @ 00:43

Bin mit dir durch den Herbst gegangen, Petra. Du lässt die Natur auf dich wirken. Gefällt mir. LG Gudrun


29. Oktober 2024 @ 07:37

Wie schön, dass ich Dich mitnehmen konnte. Danke für Deine Begleitung :-)


28. Oktober 2024 @ 22:57

... ein fulminantes Herbstbild, deine Metaphern begeistern mich. ( "Don Quijoten "....) für mich ein Bild für eine wehmutsfreie Ist -Situation annehmen. Muß wirklich nicht immer die Sehnsucht nach Vergangenem sein , sonst sieht man das JETZT nicht .
Lb. Gr.
G.


29. Oktober 2024 @ 07:36

... das freut mich sehr, dass dir meine Metapher so gefallen. Das Gedicht entstand beim Spaziergang mit meinem Hund und die Zeilen sprangen mich direkt an ... da bin ich immer ganz im Hier und Jetzt. Ich danke Dir.


28. Oktober 2024 @ 16:16

Eine sehr schönes Herbstbild hast du hier "gemalt."
LG Ingrid


28. Oktober 2024 @ 17:34

Danke liebe Ingrid.



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