Weihnachtsgedichte



Welch ein Duft



Welch ein Duft zieht heut´durch unsere Stuben
und lockt uns Mädchen an und Buben?
Schnuppernd schleichen wir durchs Haus
und fragen unsere Mutter aus.

Im Kachelofen brutzeln zum Advent,
die Äpfel, die wohl jeder kennt.
Gefüllt mit Nüssen und Rosinen,
mit Rum und Honig von den Bienen,
mit selbst gekochtem Kirschgelee.
Ich schau´ sie mir an, ganz aus der Näh´.

Ein wenig hat die Form gelitten.
Ein großes Loch ist in der Mitten,
dort liegen die Leckereien verborgen,
und auch die Nüsse, die ich musste besorgen.

Die Farbe der Äpfel ist verblichen,
ein Braunton hat sich eingeschlichen.
Die Festigkeit, sie ging verloren,
weil sie schon eine Stunde schmoren.

Die Bratzeit ist auch längst schon um,
es riecht nach Apfel und nach Rum.
Als Mutter holt die Schälchen raus,
da zieht ein Raunen durch das Haus.

Der Duft eignet sich zum Verführen,
überall öffnen sich die Türen.
Selbst Vater, der um Ruh´ gebeten,
will sich „die Füße mal vertreten“.

Es riecht so herrlich, fruchtig, frisch
und zieht uns alle an den Tisch.
Da braucht nicht mal `ne Glocke schellen,
da sind wir von den „ Superschnellen“.

Es könnt´ ja nicht für alle reichen,
wer will da für den anderen weichen?
Das allgemeine Schweigen bricht,
als Oberhaupt der Vater spricht:

„Der leckerste Apfel vom ganzen Jahr“,
und streicht der Mutter übers Haar.
Zufrieden schaut sie in die Runde,
und genießt die Abendstunde.

Gelesen: 264   
Autoren denen dieses Gedicht gefällt:

Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:

Liebe Freunde der Poesie,
Schreiben, Malen und Fotografieren sind drei meiner vielen Hobbys. In diesem Forum könnt ihr über 1200 Gedichte von mir lesen. Ich schreibe über Geschehnisse im Alltag, über Urlaubserinnerungen und hoffe mit Denkanstößen wachrütteln zu können. Wer die Geschichte von Eduard verfolgen möchte, ist hier genau richtig. Inzwischen umfasst die Geschichte 50 Teile. Ein lustiger Roman in Gedichtform.
Wenn ihr etwas tiefer in meine Welt eintauchen möchtet, besucht mich auf meiner Homepage.
Meine Homepage:
http://gudruns-aquarell-galerie.beepworld.de


Mit lieben Grüßen, Gudrun Nagel-Wiemer


ÄHNLICHE GEDICHTE





1 KOMMENTAR



16. Dezember 2023 @ 18:31

Sieghild und Hartmut, danke für eurer Anerkennung. LG Gudrun



SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

2135+
Das Versprechen

1293+
DAS MEERSCHWEINCHEN

1053+
Nur eine Pusteblume

1051+
Ein bisschen Spaß muß se...

989+
Zwei glückliche Marienkä...

904+
Alles Spargel oder was ?

893+
Für eine schöne Frau

880+
Maiglöckchen

867+
Rentner haben keine Zeit (...

837+
Nachbars Kirschen


- Gedichte Monat

2+
Zwei Tränen


- Gedichte Jahr

1+
HL. DREI KÖNIGE

1+
Heiligabend wie es früher...


Neusten Kommentare

bei "Ein Tännlein"

bei "Ich gönne mir Gelassenhe"...

bei "Ruhe bitte!"

bei "Ruhe bitte!"

bei "Wenn sie vorbei geht ...."...

bei "Ruhe bitte!"

bei "Die Lebenszeit verrinnt i"...

bei "Wenn sie vorbei geht ...."...


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte

Das Fest der Liebe

Tannenduft und Kerzenschei...

Die kleine Weihnachtsmaus

Der Weihnachtswintergruß

Meine Weihnachtswünsche




Atmosphäre Aufklärung ? Arbeit Abschied Alte Abend Album Alltag Alter Ahnen Abenteuer Augenblick Abendlied Aufregung Augen Ärger Annie Achtung Amerika Antwort Alm Angst Abenddämmerung Arbeitstag Affe Alleinsein Advent Amor allein Armut Achterbahn Arzt Abnehmen Aphorismus Alkohol Alphabet Amsel Appetit Allerheiligen