Weihnachtsgedichte



Eine märchenhaft-lustige Bescherung

 

Hier ist noch ein kleines Gedicht´el,

vom Weihnachtsmann und seinem Wichtel,

die Zwei bescheren heute im Märchenwald

und schon hört man wie ein Hü-Ho-Ho erschallt.

 

Denn der Rentierschlitten steht schon bereit,

für eine lange Märchentour, tief verschneit,

manchmal zischt es funkend unter ihnen,

von heiß gelaufenen Kufen-Schienen.

 

Es geht durch Wälder, über Wiesen-Klüfte,

hohe Berge, Schneeflocken-Lüfte,

ja, der Weihnachtsschlitten kann fliegen,

damit alle pünktlich ihre Geschenke kriegen.

 

Knecht Ruprecht, der Bärtige, steuert ihn,

und Wichtel bedient die Bremsmaschinen,

welche jetzt surrend-quietschend klangen,

da sie am Ziel zu landen begannen.

 

Genau vorm alten Pfefferkuchenhaus,

Hexe Baba-Jaga schaute staunend raus,

sie bekam einen neuen Flugbesen geschenkt,

aber nur weil sie keine Kinder mehr fängt.

 

Ihre dreizehn Räuber mit Riesenkeulen,

verzierten gerade die Spekulatius-Säulen,

der überdachten Terrasse zur Abflugrampe,

alles roch nach Haselnuss-Nougat-Pampe.

 

Wichtel bekleckerte schmatzend sein Höschen,

Santa rief, - he,Vielfraß, auf zu Dornröschen,

- hol den Sack mit dem Gänsefederkissen,

ihr Altes ist, nach hundert Jahren, verschlissen -.

 

Es besaß Erdbeerrot-bestickte Kuss-Münder,

muffelte nicht, duftete zeitgemäß-gesünder,

ja, das holde Rösel blieb, trotz Jahre, jung und fit,

schon ging es flott weiter im Rentier-Flugritt.

 

Über sieben Berge, zu den sieben Zwergen,

diese arbeiteten in tiefen Wunderbergwerken,

dort sangen sie ihre gereimten Geschichten,

vom puren Gold und Edelstein-Gedichten.

 

Einst nannten sie die Gruben freudlose Kittchen,

doch dann kam das Gold und Schneewittchen,

die Wunderschöne lag im siebenden Bettchen drin,

einfach so, gesucht von der bösen Königin.

 

- He, Wichtel-Schlafmütze, das Paket,schnell,

mit Glitzerkamm, Gürtel, sowie dem Rotapfel -,

diese wurden speziell ausgesucht

und galten nicht vom Schönheitswahn verflucht.

 

Alle Zwerge bekamen LED-Helm-Lämpchen,

dazu schwang Schneewittchen das Kämmchen,

ihr samt-schwarzes Nachthaar flimmerte,

ähnlich Polarlicht, welches fern schimmerte.

 

Vom Turm schien die smaragdgrüne Funzel,

- ah, spute dich Wichtel, es wartet Rapunzel -,

der Alte, betört von der langhaarig Schönen,

würde sie am liebsten selber föhnen.

 

Mit dem neuen Dreifach-Power-Dauer-Föhn,

in Lichtreflex-wechselnden Farbtönen,

nur den hatte die zarte Fee gewollt,

schnell wurde er dann wehend hochgerollt.

 

Wahrlich kein Schnäppchen,

fix ging die Fahrt zu Rotkäppchen,

wobei Wichtels Haut noch lustvoll prickelte,

da er Wunderföhni in ihr Langhaar wickelte.

 

- He, Wichtel-Träumer, schau nach hinten,

du musst den geflochtenen Korb finden,

gefüllt mit Stollen und Glühwein,

auch ´ ne Leuchtrotkappe muss drinnen sein -.

 

Ich sehe ihn -, rief er dem Bärtigen zu,

auf einmal lag im Schnee ein goldener Schuh,

Wichtel bremste das Gefährt sofort,

seltsam, von Aschenputtel, an diesem Ort.

 

Und dabei gab es keine Problem-Prinzen mehr,

geschweige Jäger mit Wolfs-Jagdgewehr,

jene sind schon lang nicht mehr im Spielchen,

da trafen sie auf das irre Rumpelstilzchen.

 

-Wichtel, wo hast du das Sicherheitsfeuerzeug -,

Santa spürte, wie der Hüpfende sich freut,

sagte dem aufgedrehten Zwerg in Ruh,

-bring bitte Aschenputtel ihren Schuh-,

und legte drei magische Haselnüsse dazu.

 

Knecht Ruprecht begann zu singen,

denn das verzauberte Bäumchen tat erklingen,

sein Wichtel stimmte märchenhaft mit ein,

zum Flug im Bescherung´s-Mondenschein.

 

Beim Club der „7“ landeten sie dann,

wo 7 Geißlein zu meckern begannen,

das tapfere Schneiderlein, sowie 7 Schwaben,

erhielten 7 Säcke mit Geschenke-Gaben.

 

Da brachten Stimmwunder-Kreidestücken,

plus Magnetfliegenklatsche oho-es Entzücken,

ein ausziehbarer Speer war auch dabei

und für die Riesen gab ´s den Topf vom süßen Brei.

 

Der sich niemals mehr entleert,

hurtig ging ´s voran im Schlittengefährt,

hinunter zum Märchenmeer mit sprudelnd-Quell,

dort winkte schon, die Meerjungfrau, Arielle.

 

Sie galt als Schönste unterm Mondenscheine,

wünschte sich natürlich feminine Beine,

so sang der Alte nochmals im Zauberton,

- schau, holdes Fischweib, du hast sie schon -.

 

Arielle begann zu tanzen im Flockengewimmel,

Sterntaler fielen leuchtend vom Himmel,

alle Märchenbewohner zog es in diesen Bann,

in das Zauberlicht vom bescherenden Wichtel

und dem nun lachenden Weihnachtsmann.




Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2019
Karsten Herrmann / Riesa

 

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2 KOMMENTARE



25. Dezember 2018 @ 22:39

Dein fantasievolles Gedicht gefällt mir, Karsten. Mal was anderes...
Komm gut ins Neue Jahr
Gruß Ingrid


25. Dezember 2018 @ 11:31

Hallo Karsten, da ist Dir ein richtig märchenhaftes Gedicht eingefallen, sehr phantasievoll. Ich hab es mit großem Vergnügen gelesen. Danke auch für Deine Weihnachts- und Neujahrswünsche, die ich an Dich weitergebe.
Liebe Grüße Hanni



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