Zwischen Licht und Dunkel

27. Februar 2020

Schlechte Noten

Schlechte Noten

Schlechte Noten

Die Mutter atmet tief und schwer:
„Paul, zeig doch mal dein Zeugnis her.“
Pauls Gesicht wird jetzt aschfahl,
er hat wohl keine andere Wahl.

Er holt das Zeugnis aus der Mappe
und zieht schon traurig eine Flappe.
„Oh je“, denkt Paul, „ich hab´s geahnt,
mein Lehrer hat mich oft gewarnt.“

„Was ist los, gab es Beschwerden?
Na, so schlimm kanns doch nicht werden.“
Die Mutter nimmt das Dokument entgegnen
und fängt schon an sich aufzuregen.

„Zwei Fünfer und kaum eine Zwei!
Die beste Note nur eine Drei?
Du bist ja völlig neben der Spur.
Denkst du denn mal ans Abitur?

Mein lieber Paul, in aller Klarheit,
sage ich dir jetzt mal die Wahrheit.
Ich kann dir jetzt schon unterschreiben,
mit diesen Noten wirst du sitzenbleiben.

Aus der Traum vom schönen Leben,
ein Studium wird’s für dich nicht geben!“
Paul merkt, dass ihn die Angst beschleicht,
weil es fürs Abitur nicht reicht.

„Schlechte Noten" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 27. Februar 2020 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

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2 Kommentare

Flotte Feder
Flotte Feder Barde
28.02.2020
Ist halt die Frage, war der Paul

einfach das Jahr über nur zu faul.

Dann sollte er dies selbst einsehen,

damit bessere Noten auf dem Zeugnis stehen.

Wenn er zukünftig freiwillig mehr lernt,

ist das Abitur nicht mehr weit entfernt.

Doch ist die Lernerei für ihn nur Qual,

dann wäre das Abitur die falsche Wahl.

Es soll schließlich viele Menschen geben,

die auch ohne Abitur glücklich leben.

Liebe Grüße von Daniela
Gudrun Nagel-Wiemer
Antwort an Flotte Feder
28.02.2020
Daniela, das ist aber ein schöner Vers. Vielen Dank dafür und LG ins Wochenende. Gudrun
Allen anderen danke ich ebenfalls fürs Lesen und das Herzchen.

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