Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

25. Februar 2010

Mein Toaster

In meiner Küche steht ein Toaster,
das ist ein ganz modernes Ding,
ich sah ihn einst auf einem Poster,
das an der Wand im Laden hing.

Er gefiel mir sehr, von Anfang an,
sein Ausseh´n hat mich fasziniert,
ich kaufte ihn deshalb spontan,
das geb ich zu, ganz ungeniert.

Treu gedient hat er mir jahrelang,
tönte mir knusprig braunes Brot,
doch heut früh, mir wurde Angst und Bang,
das ganze Ding war glühend rot.

Das Brot flog raus, im hohen Bogen,
war nicht gebräunt, sondern verkohlt,
ich hab den Stecker schnell gezogen
und dann den Vorgang widerholt.

Drei mal hab ich es noch versucht,
dann gab es einen lauten Knall,
ich hab getobt und bös geflucht,
mein Toaster ward zum Feuerball.

Nun muss ich einen neuen kaufen,
gezwungenermaßen und recht bald,
entsorgen auch, den Trümmerhaufen,
mein Frühstücksbrot - bleibt vorerst kalt.

(c) Horst Rehmann

„Mein Toaster" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 25. Februar 2010 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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