Sonstige Gedichte



Das alte Waisenhaus



Wenn jemand eine Reise macht,
dann kann er viel berichten.
Man erlebt die skurrilsten Dinge
und die verrücktesten Geschichten.

Viele Hotels hatten noch geschlossen,
wir suchten ein zentrales aus.
Als wir das Foyer betraten,
erinnerte alles an ein Waisenhaus.

Bilder hingen an den Wänden,
von Kindern, die das Herz berühren.
Ich schaute in traurige Gesichter.
Freude war hier nicht zu spüren?

Ich ging die Holzdielen entlang,
habe an die Schicksale gedacht.
Wie oft haben sie wohl geweint?
Wer hat sie wohl ins Bett gebracht?

Eine lebensgroße Frau aus Pappe,
in einer schlichten Ordenstracht,
stand wie eine Statue in der Ecke.
Sagte sie den Kindern "Gute Nacht"?

Meine Stimmung war gedrückt,
kein Prunk, nur leicht gedämmtes Licht.
Die Wände waren weiß gestrichen.
wohl fühlen konnte ich mich nicht.

Gelesen: 65   
Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:

Liebe Freunde der Poesie,
Schreiben, Malen und Fotografieren sind drei meiner vielen Hobbys. In diesem Forum könnt ihr über 1200 Gedichte von mir lesen. Ich schreibe über Geschehnisse im Alltag, über Urlaubserinnerungen und hoffe mit Denkanstößen wachrütteln zu können. Wer die Geschichte von Eduard verfolgen möchte, ist hier genau richtig. Inzwischen umfasst die Geschichte 50 Teile. Ein lustiger Roman in Gedichtform.
Wenn ihr etwas tiefer in meine Welt eintauchen möchtet, besucht mich auf meiner Homepage.
Meine Homepage:
http://gudruns-aquarell-galerie.beepworld.de


Mit lieben Grüßen, Gudrun Nagel-Wiemer


ÄHNLICHE GEDICHTE





2 KOMMENTARE



18. Juni 2021 @ 18:56

Hallo Gudrun, beim Lesen der ersten Zeilen habe ich zunächst an ein Museum oder eine Gedenkstätte gedacht , aber nicht an ein Hotel. Aber heutzutage kann man ja alles "versilbern". In so einer Atmosphäre, immer das Schicksal der Kleinen im Hinterkopf, könnte ich auch keinen entspannten Urlaub verleben. Wie viele kleine Herzen auf Ewig einen Schaden davon getragen haben, möchte man gar nicht wissen. Im Nachhinein will dann niemand Schuld daran gewesen sein. LG Helga


18. Juni 2021 @ 21:57

Helga, das war schon ein komisches Gefühl. Wie viele einsame Seelen dort wohl ihre Kindheit verbracht haben. Das hat mich noch ein paar Tage beschäftigt. Das Waisenhaus wurde nach der Wende von der Stadt zum Hotel umgebaut. Sehr spartanisch eingerichtet. Früher hat man im Osten den Familien oft die Kinder weggenommen, daran musste ich ständig denken. LG Gudrun



SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

2926+
Das Versprechen

1699+
Frühling

1212+
Für eine schöne Frau

1023+
Grünkohl

891+
Nachbars Kirschen

673+
DER TRAUM

651+
FRAG MICH NICHT

650+
Wir Kinder vom Hof

609+
Winter

579+
Zwei glückliche Marienkä...


- Gedichte Monat

8+
Reimen macht Spaß!

6+
Teil 1 Unsichtbar

5+
Sehnsucht nach dem Frühli...

4+
Jeder Tag ist ein Geschenk

4+
Schokolade

4+
Volles Programm

4+
Die Kräuterhexe

4+
Teil 2 Alltags-Helden

4+
Eine schöne Zeit

4+
Das Leben ist so ungerecht


- Gedichte Jahr

5+
Im Herbst des Lebens

4+
Fiktionale Wahrheit

4+
Bahnhofsviertel

3+
Zeitvertreib

3+
Schweigen der Laternen

3+
Stille Genießer

2+
Frank Schöbel

2+
Vergängnis

2+
Die Mächtigen auf dieser ...

2+
Wolkenbänke


Neusten Kommentare

bei "Das Spiel"

bei "Das Spiel"

bei "Geschenk zum Hochzeitstag"

bei "Das Spiel"

bei "Das Spiel"

bei "Das Spiel"

bei "Geschenk zum Hochzeitstag"

bei "SPIELEREI"


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte




aufräumen Aufregung ? Arbeitstag Achterbahn Amerika Abend allein Alphabet Amor Alkohol Abnehmen Ausflug Abenteuer Augenblick August Arzt Aphorismus Advent Amsel Appetit Alte Antwort Abendlied Armut Album Alltag Affe Angst Allerheiligen Atmosphäre Achtung Aufklärung Abschied Arbeit Alleinsein Alter Annie Arbeitslos Alm