Sonstige Gedichte



Das Glück der Rosenwanze

Eine fette Rosenwanze wollte abends mal zum Tanze

und fragte einen Schmetterling, ob er mit ihr zur Party ging.

Der Falter - wunderschön und chic - riskiert nicht einmal einen Blick.

Er lacht aus den dicken Brummer: "Bist wohl nicht ganz dicht du Dummer!

Sieh dich mal an so fett und grau, dagegen strahl ich gelb und blau,

und meine Flügel zart und fein, die leuchten gold im Sonnenschein!"

Die Wanze traurig und gekränkt den Kopf auf ihre Rosen senkt.

Warum bin ich nicht schlank und schön, dann könnt ich auch zum Tanzen gehn.

Plötzlich hört man Flügelschlagen, einer Krähe knurrt der Magen,

sie schnappt den Schmetterling im Flug und schluckt ihn gleich auf einen Zug.

So ein Pech, denkt sich die Wanze, der geht niemals mehr zum Tanze.

Ich bin zwar unscheinbar und grau, aber doch glücklich, rund und schlau!

Und die Moral von der Geschicht, die größte Schönheit nützt dir nicht,

willst du des Lebens dich erfreun, ist es oft besser, grau zu sein!

Gelesen: 318   
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AUTOR:

Ich komme aus dem Salzkammergut in Österreich, bin dort gerne wandern oder mit dem Mountainbike unterwegs und begleite meinen Mann auf vielen Surfreisen. Ab und zu heitere Gedichte zu lesen oder eines selbst zu verfassen bereitet mir großes Vergnügen!


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3 KOMMENTARE


Ingeborg Schmaranzer

17. Mai 2018 @ 21:07

Danke Gudrun und Heike für eure netten Kommentare.


15. Mai 2018 @ 21:09

Seine Schönheit wurde ihm zum Verhängnis . Recht geschieht ihm . Da hat die Wanze Glück gehabt ein
graues " Mäuschen " zu sein . Hochmut kommt vor dem Fall .
Locker , leicht und lustig dein Gedicht, so wie ich es mag .
Grüßchen Heike


15. Mai 2018 @ 18:32

Ja, liebe Ingeborg, die Moral von der Geschichte, du schreibst wunderschöne Gedichte. Grau hingegen bist du nicht, so wie die Wanze in deinem Gedicht.
Ich freue mich darauf, mehr von dir zu lesen. Gruß, Gudrun



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