Zwischen Licht und Dunkel

19. März 2019

Es hilft nichts

Es hilft nichts

Sobald gelb die Forthythien blüh´n,

Beginnt mein großes Leiden,

Denn dann ist es die richt´ge Zeit-

Die Rosen zu beschneiden.

Mit der Schere geht´s hinaus-

Das Wetter ist jetzt gut;

Ich fürchte, wie im letzten Jahr,

Fließt wieder reichlich Blut.

Ich trinke vorher ein Likör,

Recht groß, nur nicht zu klein-

Beim Rosenschnitt, da braucht man Mut

Und darf nicht kleinlich sein.

Handschuhe zieh´ ich niemals an-

Die sind bei mir verpönt.

Beim Rosenschnitt fließt immer Blut-

Ich bin daran gewöhnt.

Großzügig schneide ich zurück-

Es tut mir manchmal leid.

Doch für Gefühl und Mitleid ist

Jetzt nicht die richt´ ge Zeit.

Die Arbeit macht mir trotzdem Spaß,

So wie in jedem Jahr.

Den Rosen tut das richtig gut-

Sie blühen wunderbar.

„Es hilft nichts" ist ein Gedicht aus der Kategorie Frühling von Ewald Patz, veröffentlicht am 19. März 2019 auf Gedichtesammlung.net.

© Ewald Patz

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Ewald Patz

Tanzen wir gleich Troubadouren zwischen Heiligen und Huren.
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