Kurz-Essay
Sie ging in die Schule hauptsächlich wegen den Pausen, netten Jungs , lachen und quatschen mit Freundinnen.
Sonst war ihr Grundsatz : Hoch lebe die Schule, dass keiner reinkommen kann und Latein ist sowieso die späte Rache der Römer an die Germanen , also wozu braucht man es ?
"Mädchen , Wissen ist Macht" sagte zuhause ihr Vater. Sie blieb dabei - der Unterschied zwischen Lehrer und Terroristen - die Terroristen haben Sympatisanten.
Wegen solchen Aussagen wurde sie zuhause schon vom gemeinsame Mittagstisch verbannt.
Ja, die Pubertät ist nicht einfach, die Eltern werden schwierig.
Im Schatten eines älteren Bruders zu stehn , der ein Überflieger war, der alles verstand, plante, absicherte - war es eine Qual für sie, die lediglich nur dachte welchen Sinn das Schulwissen wohl hatte im späteren Leben. Wie z.B. in Chemie der Unterschied zwischen Basen und Laugen, der Pythagoreische Lehrsatz und die Stochastik in der Mathematik und , und, und,...
Nein, sie störte den Unterricht nicht, weil Gedanken ja nicht laut sind. bewunderte nur die Augen mancher in der Klasse , die mit Hörigkeitsblick an den Lippen der Pauker hingen.
Lediglich der Sportlehrer war von ihr begeistert,weil sie motiviert war und aus dieser Freude Höchstleistungen brachte.
Elternsprechtage waren für sie die via dolorosa, es klärte sich zu vieles.
Lediglich ihr Bello verstand sie, wußte alles, kannte ihre Seele schwieg , ließ sie aussprechen, ausdenken. Was ist vor diesem Hintergrund aus ihr geworden ?
L E H R E R I N.
