Noch ist der letzte kalte Tag nicht fern
und auch die weiße Pracht nicht ganz vergessen.
Schon regt sich hier und da ein Kern,
sehr vorsichtig, den Wärmegrad zu messen.
Mit Mütze, Schal und viel Getöse, was knistert dort im alten Laub?
Herr Apfelkern gibt sich die Ehre.
Zum Sonnenstrahl der jüngste Spross,
ins Erdenreich tief Wurzelwerke bauend.
"Vergiss mich nicht, vergiss mich nicht,
du Wassertropf, du Tageslicht!
Will Apfel werden rund und reich,
an Saft und Farb der Frucht dem Nachbarbaume gleich."
"Nun gut, es sei dir das gewährt,
was deinem Nachbarn Wuchs beschert.
Ein Wolkenband für nasse Füße
und Sonnenstrahl für Farb und Süße".
Nimmst du dir jede Zeit mal eben,
mit viel Geduld zum Lichte strebend.
Kleine Dinge werden groß,
aus der Mutter Erde Schoß.
So lässt sich`s wachsen,
mit Genuss,
ein jeder ihn gleich
essen muss.
„Der Apfelkern" ist ein Gedicht aus der Kategorie Kindergedichte von Jörg Stahlschmidt/Nuthetal bei Potsdam, veröffentlicht am 29. März 2024 auf Gedichtesammlung.net.
© Jörg Stahlschmidt/Nuthetal bei Potsdam
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