Gierig, wie die Raupe Nimmersatt,
fraß sie sich durch jedes Blatt.
Jetzt liegt sie plötzlich auf der Mauer,
und ist scheinbar richtig sauer.
Vorsichtig versucht sie aufzustehen,
und ihren kleinen Kopf zu drehen.
Hier, auf diesem harten Stein,
ist sie "Mutter Seelen allein".
Die Aussicht ist zwar wunderschön,
doch weit und breit kein Blatt zu sehen.
Keine Brennnesseln, kein frischer Klee,
- nicht eine Blume in der Näh´.
Bei dem Versuch sich zu entpuppen,
platzen plötzlich ihre Schuppen.
Aus dem haarigen, flauschigen Ding,
wird ein zarter, bunter Schmetterling.
Angelockt vom Blütenduft,
flattert er jetzt durch die Luft.
Hast du ihn schon mal gesehen?
Der Admiral ist wunderschön.
Bild:GNW
„Entpuppt" ist ein Gedicht aus der Kategorie Kindergedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 30. Juni 2024 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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2 Kommentare
und schönsten Falter hier bei uns.
LG Ewald
(Gestern Fußball gesehen, Nerven lagen blank.)