Wenn Verse golden fallen

28. Dezember 2016

Kein Schnee

Wo ist er denn diesmal nur geblieben,
der Schnee, den wir Kinder so lieben.
Wohin man blickt, wohin man schaut,
den haben wohl dreiste Diebe geklaut.

Ach, es ist nun mal zum Haare raufen,
denn ich wollt’ den Schnee mir kaufen,
doch niemand machte mir ein Angebot,
alle, die dies könnten, stellten sich tot.

Was will ich machen, ich kleiner Wicht,
weit und breit ist kein Schnee in Sicht.
Weißer Schnee, ganz frisch von oben,
oh, wie würde ich den Himmel loben.

Ich bin stinke sauer, es ist zum Weinen,
auch einen Schneemann gibt es keinen.
Von wegen rodeln oder Schlitten fahren,
wie soll ich da noch die Ruhe bewahren.

Keinen Schnee bekomme ich geschenkt,
weil Frau Holle wohl nicht an mich denkt.
Ich werde dem Wetteramt nun schreiben,
so ein Winter kann mir gestohlen bleiben.

„Kein Schnee" ist ein Gedicht aus der Kategorie Kindergedichte von Zeitgeist, veröffentlicht am 28. Dezember 2016 auf Gedichtesammlung.net.

© Zeitgeist

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Zeitgeist Kindergedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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