Gedichte Träume & Gedanken



Meine Zeit



Meine Zeit

 

Die Zeit rast mir sturmgleich voraus,

als hätte sie viel zu verlieren.

Plan B liegt stets bei mir zuhaus,

um eiligst zu improvisieren.

 

Doch heute, als die Turmuhr schlug,

hielt ich kurz inne und blieb stehn.

Mein Funktionier´n war Selbstbetrug,

das musste ich mir eingestehn.

 

Menschengedränge dicht bei mir.

Ich wich zur Seite ins Cafe´ ,

und blieb dort sitzen bis nach Vier…

Zwei Stunden später starb Plan B.

 

*

Die Zeit, ich lass sie weiter eilen,

doch lauf ich nicht mehr hinterher.

Ein Buch, ein Platz, dort zu verweilen …

Mein Gott, was will ich denn noch mehr.

 

*

06/25

 

Text und Foto (C) Ingrid Bezold

 

Gelesen: 138   
Autoren denen dieses Gedicht gefällt:

Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:

Mein schönstes Gedicht
ich schrieb es nicht
aus tiefsten Tiefen stieg es
ich schwieg es

Mascha Kaleko


ÄHNLICHE GEDICHTE





6 KOMMENTARE



27. Juni 2025 @ 15:23

Liebe Ingrid,

ja das musst du tatsächlich, dich schonen, bitte darum! Übertreibe es nur ja nicht, auch das Schreiben am Computer mit dem bläulichen Licht geht so sehr auf die Augen, auch wenn man einen Plan B hat, selbst ungeschminkt ;-))

Gerne hineingespürt in deine Zeilen, was geht schon über ein gutes Buch wobei ich derzeit Campari/Orange bevorzuge mit gaaanz viel Eiswürfel!

Liebe Grüße,
Uschi


27. Juni 2025 @ 15:45

Liebe Uschi,
danke für deine Ermahnung, die tatsächlich angebracht ist. Ich bin schon Auto gefahren und hab zuviel gelesen, geschrieben. Nun bessere ich mich.
Ich trinke zurzeit gerne einen Wildberry m. Lillet und Beeren. Auch Campari/ Orange...und ich verschlinge Bücher von oder über Dorothy Parker, eine tolle Frau, die in den 1920/30ern die Gesellschaft in New York aufgemischt hat.
Liebe Grüße
Ingrid



27. Juni 2025 @ 14:27

Musste beim Lesen etwas schmunzeln, Ingrid. Beruhigend, wenn man einen Plan B hat, ihn aber nicht in Anspruch nehmen muss. Hat mir sehr gut gefallen, Gudrun


27. Juni 2025 @ 15:38

Schmunzeln ist immer gut, Gudrun.
Lange genug hab ich funktioniert und das Alter hat eben auch große Vorteile; man muss gar nichts mehr.
Liebe Grüße
Ingrid


27. Juni 2025 @ 14:18

Danke, liebe Grete.
Ich lese z.Zt. dieses TB und kann nicht aufhören, obwohl ich es sollte; denn die OP liegt erst kurz hinter mir. Ich hab auch übertrieben und muss nun endlich die Augen besser schonen.
Das Uhrenmotiv kennst du sicher: ich hab es in Düsseldorf geknipst.
Danke und liebe Grüße
Ingrid


27. Juni 2025 @ 14:07

... super, nicht nur das Gedicht liebe Ingrid , auch dies Collagen-Bild ist gekonnt .
Lb. Gr.
G.



SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

2960+
Das Versprechen

1731+
Frühling

1217+
Für eine schöne Frau

1034+
Grünkohl

900+
Nachbars Kirschen

828+
DER TRAUM

674+
FRAG MICH NICHT

659+
Wir Kinder vom Hof

615+
Winter

606+
VERÄNDERUNG


- Gedichte Monat

4+
Vom Einzeller zum Menschen

4+
Schwarze Gedanken

4+
Der Alptraum

4+
Der alte Mann im Frühling

4+
E I N S A M K E I T

3+
Fernweh

3+
Psychologischer TiNITUS

2+
Über den Hund

2+
Für einen Moment

2+
Noch einmal zwanzig sein.....


- Gedichte Jahr

3+
Flüsterleis

3+
Einen verträumten Gestrie...

3+
Psychologischer TiNITUS

2+
Mein Wunsch für 2026

2+
Ein Lächeln

2+
Kleiner Frühlingstraum

1+
Was denkt die Maus am Donn...

1+
Pinguine und Menschen im T...

1+
Seelenverwandt

1+
AUF PEGASUS FLÜGEL


Neusten Kommentare

bei "Dunkel ist der Himmel heu"...

bei "Schlagwort"

bei "Psychologischer TiNITUS"

bei "Psychologischer TiNITUS"

bei "REDEREI"

bei "Guten Morgen..."

bei "Guten Morgen..."

bei "Guten Morgen..."


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte




aufräumen Aufregung ? Arbeitstag Achterbahn Amerika Abend allein Alphabet Amor Alkohol Abnehmen Ausflug Abenteuer Augenblick August Arzt Aphorismus Advent Amsel Appetit Alte Antwort Abendlied Armut Album Alltag Affe Angst Allerheiligen Atmosphäre Achtung Aufklärung Abschied Arbeit Alleinsein Alter Annie Arbeitslos Alm