Gedichte Träume & Gedanken



Flüsterleis



Was wird von uns vielleicht im Irgendwann mal bleiben,
Wenn wir dereinst letztendlich nicht mehr sind?
Verschwendend und zugleich so still wie Blätterreigen
Zumeist leichthin, im Flüsterleis grad wie der Wind.

Wer mag einmal an uns dann denn noch denken,
Selbst trotz einstmals so manchem gähnend leeren Blatt,
Das man beschrieben um vormals zu schenken
Gedankenblumen die des Nachts zumeist man hat.

Wo sollten sie denn ehedem nur bleiben,
Die Worte die meist leicht vom Wörterstrauch gepflückt.
War es denn bloß ein zeitweiliges Zeitvertreiben
Und doch war so manch Schönes einem auch geglückt.

Im Flüsterleis gar manches Wort das übrig uns geblieben
So wie der Wind der ungerührt von Zeit und Frist.
Bei alledem im Leben was so sehr vorangetrieben,
Bleibt die Letztendlichkeit, die selbst wohl endlich ist.

© Uschi Rischanek
Text/Bild/Rezitation
Music: BFCMUSIC

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AUTOR:

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sowie auf meinem YouTube Kanal auch Klassiker wie Hermann Hesse, Rainer Mara Rilke, Erich Fried, Eva Strittmatter, Mascha Kaléko um nur einige zu nennen... mehr als zum Hobby mittlerweile geworden.
An geistreichem Austausch stets interessiert freue ich mich auch hier wieder präsent zu sein!

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7 KOMMENTARE



24. Januar 2026 @ 15:57

Für deinen Klinikaufenthalt wünsche ich dir, dass er erfolgreich für dich wird.
Toi, toi, toi...
Liebe Grüße
Ingrid


24. Januar 2026 @ 13:38

Ein Thema, das im Alter in den Vordergrund tritt, weil nicht mehr so viel Zeit bleibt..
Liebe Uschi, meine wichtigen Menschen sind schon vorausgegangen, auch die langjährigen Freinde und Familie hab ich nicht. Wenn ich nicht mehr da bin, erinnert sich vielleicht der eine oder andere in den Foren an meine Gedichte oder Kommentare. Das wars dann.
Trotzdem hab ich dein leises Flüstern gern gelesen.
Liebe Grüße aus der Kälte
Ingrid


24. Januar 2026 @ 15:34

Ach liebe Ingrid, werte Poetenfreundin, es ist vielleicht eine kleine Koketterie mit dem Alter an sich, das doch so wenig beeinflussbar ist. Was früher einmal leichtfertig daherkam, wird nunmehr anders gewichtet und Wertigkeiten, Prioritäten ändern sich im Laufe von Jahren und Jahrzehnten. So hoffe ich auf die Langlebigkeit in meiner Familie, vielleicht ist sie auch mir beschieden und ich habe noch einige Jährchen vor mir. Anhanglos zwar und durch oftmalige Übersiedlungen (nur Beethoven hatte dies noch häufiger gemacht denke ich), konnte sich auch kein wirklicher Freundeskreis bilden - dies rächt sich nunmehr wie es den Anschein hat. Es liegt wohl in der Natur der Dinge, dass mit zunehmenden Alter die uns umgebenden Personen ausgedünnt werden, mein Tantchen bemerkt dies ganz gravierend. Die Frage, ob einmal etwas von uns bleiben wird, die hat sich wohl ein jeder schon gestellt.

Aber wer weiß schon, vielleicht treffen wir uns alle einmal dann auf unserer Dichterwolke Nr. 7 ;-)) das wär was!
Herzensdank mit lieben Grüßen zu dir bevor ich mich Ende nächster Woche mal für hoffentlich kurz ins Krankenhaus lege.

Uschi


24. Januar 2026 @ 10:07

Guten Morgen, liebe Uschi, diese Frage habe ich mir auch schon einmal in einem Gedicht gestellt. Unsere Gedichte bleiben, und immer wieder lese ich auch eins von Hanni, die nach langer schwerer Krankheit gegangen ist. Ihre Gedichte, oder auch die Herzchen, die sie vor Jahren verteilt hat, sind ein Stück Erinnerung. Es ist doch schön, dass uns hier die Gelegenheit gegeben, unsere Gedanken zu teilen. LG Gudrun


24. Januar 2026 @ 11:30

Hallo liebe Gudrun, ich denke wer von uns hat sich diese Fragen wohl nicht gestellt. An die liebe Hanni kann ich mich noch am Beginn meines Schreibens hier erinnern, sie hatte so wunderbare Texte und war auch so ein herzensguter lieber Mensch. Nun man sagt alleine das www vergisst nicht - dies wäre ja schonmal ein guter Beginn des Nichtvergessens, ebenso wie das respektvolle Miteinander hier, das wirklich nicht selbstverständlich ist, wenngleich es eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Auch dir meinen herzlichsten Dank mit lieben Grüßen!
Uschi


23. Januar 2026 @ 22:43

... sprachlich ein Genuß - chapou !!!! Ein Gedicht mit Tiefgang . Auf die Frage - was bleibt von mir - habe ich im Laufe meines Lebens unterschiedlich geantwortet. Mal mit aufgeblasenem Ego in der Jugend , mal in tiefer Demut . Heute wünsche ich mir nur : eine heilsame Unruhe , innere Lebendigkeit und Liebe zum Geben und Empfangen . Das " flüstere ich leis " dem Leben ins Ohr.
Viel Freude beim Schreiben.
G.


24. Januar 2026 @ 11:28

Herzensdank liebe Grete. Ich war mir nicht ganz sicher, ob der Sinn auch wirklich anzukommen vermag und doch wurde durch deinen Kommentar mir aufgezeigt, dass es genau richtig zu verstehen war. Eine, wie du es so trefflich formulierst, heilsame Unruhe bei gleichzeitiger innerer Lebendigkeit, wäre wohl erstrebenswert!
Die Freude am Schreiben habe ich nach wie vor, wo sie doch zuletzt etwas in den Hintergrund gedrängt wurde aufgrund der äußeren Umstände.

Ich wünsche ein schönes Wochenende verbunden mit ganz lieben Grüßen zu dir!
Uschi



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