7. Oktober 2018

Lass mich nicht im Regen stehn

Lass mich nicht im Regen stehn

Es regnet Bindfäden heute Nacht,
doch das ist mir egal.
Ich habe gründlich nachgedacht
und keine andere Wahl.

Ich saß im Bus, vor deinem Sitz,
dort habe ich dich gesehn.
Es traf mich plötzlich wie ein Blitz,
es war um mich geschehn.

Stehe wieder an dieser Busstation,
hier sind wir ausgestiegen.
Und das seit einer Woche schon,
- wie die Tage doch verfliegen.

Du warst in Eile, es war schon spät,
wir haben uns angelacht.
Du hast dich noch mal umgedreht,
und einen Scherz gemacht.

Ich hoffe, dass wir uns wiedersehen,
das wäre für mich ein Traum.
Bitte lass mich nicht im Regen stehen,
hier gibt’s nicht einen Baum.

Ich fühle mich leicht und bin gelassen,
doch innerlich bewegt.
Eigentlich kann ich es gar nicht fassen,
dass mein Herz so heftig schlägt.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

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