Leise schleicht er zur Tür rein,
es ist schon ziemlich spät.
Ute ahnt, wo er gerad´ herkommt,
- zu wem er abends geht.
Die Frau wohnt in der Nähe,
ist hübsch und viel zu jung.
Ihre erste, kurze Begegnung,
ist ihr noch in Erinnerung.
Letztes Jahr, am Valentinstag,
begann die ganze Chose.
Die Frau, aus dem Blumenladen,
schenkte ihm eine Rose.
Ihr Lächeln war bezaubernd,
Ute stand direkt daneben,
da hat ihr lieber Ehemann,
ihr einen Kuss gegeben.
Es blieb nicht bei dem einen,
auch nicht bei einer Nacht.
Wie oft hat sie geweint,
und nachts an ihn gedacht.
Wären da nicht die Kinder,
die ihren Vater lieben,
hätte sie ihn verlassen,
wäre nicht bei ihm geblieben.
Aquarell.GNW



