Herbst



Blättchens Übermut

 

Noch hängen Blätter viel am Baume,
doch manches Blatt wiegt sich im Traume,
und möchte flattern mit dem Wind,
wie ein Falter so geschwind.

Dann plötzlich über Nacht,
ist der Herbst vom Schlaf erwacht,
hat alles Grün dann übermalt,
unser Blättchen jetzt erstrahlt.

Immer stärker rauscht der Wind,
freut sich wie ein kleines Kind,
das Blättchen wird auf einmal frei,
und jubelt laut: Juchhei, juchhei!

Es wirbelt auf und wieder nieder,
wie sind die and`ren doch so bieder,
wie ein Falter kann ich fliegen,
niemand wird mich jetzt mehr kriegen.

Erschöpft taumelt das Blatt zu Boden,
landet auf den Gräsersoden,
liegt nun auf dem grünen Gras,
verwelkt allmählich und wird blass.

Bevor des Blättchens Licht erlischt,
es leise dann noch zu sich spricht:
wie schön war doch die Zeit,
als ich hing an Baumes Zweig.


Grassoden: ausgestochenes Grasstück

 

 

 

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AUTOR:

Schreiben ist schon lange eine Leidenschaft von mir. Inspiriert werde ich vor allem durch die Dinge des täglichen Lebens. Ich lese gern, vor allem dicke Romane, die im Mittelalter spielen. Im Fernsehen sehe ich gern Krimis. Ansonsten koche ich gern, besonders mediterran und orientalisch. Auch Gartenarbeit ist ein Hobby von mir. Tiere mag ich auch, besonders Hunde. Ehrenamtlich habe ich mal eine Kindergruppe geleitet. Gedichte und Literatur interessieren mich sehr.


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