Die Sonne lockt uns an die Luft,
sie scheint schon früh am Morgen.
Der laue, warme Frühlingswind
vertreibt die Alltagssorgen.
Das zarte Blattgrün riecht so frisch,
das Wasser plätschert leise.
Ich sitze still am Gartentisch
und beobachte eine Meise.
Sie plustert das Gefieder auf
und sitzt am Gartenteich.
Jetzt springt sie in den Wasserlauf
und nimmt ein Bad sogleich.
Der Vogel plätschert frohgemut,
als wäre niemand da.
Doch immer wachsam und auf der Hut,
im Busch sitzt schon ein Star.
Laut zwitschert er und zeigt Präsenz,
die Meise schaut erschrocken.
Nun schüttelt sie ganz vehement,
das Federkleid sich trocken.
Der dicke Star fordert sie heraus,
setzt sich direkt daneben.
Die kleine Meise nimmt Reißaus
und fliegt jetzt um ihr Leben.
Text und Foto: Gudrun Nagel-Wiemer
© Gudrun Nagel-Wiemer
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6 Kommentare
Dein Gedicht gefällt mir sehr gut.
Solche Momente fehlen mir zurzeit, aber irgendwann kommen sie wieder.
Komm gut in den Tag
LG
Ewald
Christian, auch dir - als fleißigen Leser - ein Dankeschön fürs Like.
den Frühlingsaufbruch in Deinem Garten hast Du sehr gut beobachtet und wunderschön beschrieben, dazu Dein zauberhaftes Foto! Sehr stimmungsvoll!
Viele schöne Frühlingstage im Garten und liebe Grüße Hanni