#Dialekt
*Mei Kotz*
Mei Kotz is a Luader,
kriagt a sauteires Fuader,
doch des schaut sie net aon,
wal sie holt kaon.
Manchmal frisst sies an Tog,
bis sies wieder net mog.
Sie riacht kurz daron,
dann schleicht sie davon.
Boid drauf kummt sie wieda
und maunzt ziemlich zwida
bis wos anderes kriagt,
sunst des Schalerl glei fliagt.
Sie is haklich für drei,
doch wos is schu dabei,
i sogs ungeschönt:
I hob mi dron gewöhnt.
So is holt, die Kotz,
echt a gonz scheana Frotz;
trotzdem mog i sie sehr,
gibt jo gonz schen wos her.
Is jo liab, wenn sie spült,
auf da Couch umma chüllt,
oda wölzt in mein Bett,
is des a immer nett.
Wanns schnurrt, wenn mas knuddelt,
sie zu die Fiaß zuwi schmuddelt,
geht’s Herz auf glei gschwindt
und des Katzerl, des gwinnt.
Kriagt ois, wos sie wül
und des ohne schlechts Gfühl
wal dafür is do,
dafür hob i d‘ Kotz jo!
Zum Vawöhnan und lieb habn
tuat ma sie a Katz ham.
Wal die sie nie schleichert
und dei Lebn bereichert.
Nochsotz:
Schu Göthe hots gschriebn
und dabei is es bliebn:
Gonz ohne Kotz so daham,
na, Sinn hätterts kan …
DerPoet (09/25)
Foto: pixabay

