Zwischen Licht und Dunkel

4. Februar 2022

Der stolze Gockel

Der stolze Gockel

Die Henne sitzt auf einem Sockel,
und beobachtet den jungen Gockel.
Endlich mal wieder frisches Blut,
Abwechslung tut uns allen gut.

Es gab schon oft einen neuen Hahn,
- doch keiner war wie Jonathan.
Jetzt hat er Gicht in seinen Zehen
und mag auch morgens nicht mehr krähen.

Ich vermisse das laute Kikeriki...
Vielleicht hör´ ich es morgen früh.
Wenn ich meinen Augen trau,
stellt sich der Junghahn gerad´ zur Schau.

Imposant, wie er die Flügel spreizt
und die jungen Hühnchen reizt.
Wie er den Kopf zur Seite legt,
sich stolz und langsam fortbewegt.

So wie der Gockel gerade geht,
strotzt er nur so, vor Vitalität.
Der Lüstling schaut schon so frivol
und fühlt sich scheinbar pudelwohl.

Der Hahn stolziert ins Hühnerhaus...
Das erste Junghuhn flattert raus.
Er hat es scheinbar gerad´ beglückt,
das Federkleid ist noch zerdrückt.

Die dicke Berta hat kein Glück,
der Gockel zieht sich diskret zurück.
Die jungen Hühner, auf der Stange,
nehmen den Jungspund in die Zange.

„Na, brauchst du noch Erholungszeit,
oder bist du schon für uns bereit?“
„Ihr seht mich heute Abend wieder,
dann stutze ich euch das Gefieder.“

Bild und Text: Gudrun Nagel-Wiemer

„Der stolze Gockel" ist ein Gedicht aus der Kategorie Lustige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 4. Februar 2022 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

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1 Kommentar

Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Autor Dichterlegende
05.02.2022
Oh, ein kleines Herzchen winkt,
die Helga hat sich eingeklinkt....
Und das zweite Herzilein,
kann doch nur von Grete sein.
Jetzt sehe ich auch Ewalds Bild,
was mein Herz mit Freud erfüllt.
Danke, Gudrun

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