Die neusten Gedichte



So nah und doch so fern



Jede Woche kommt er mit dem Zug,
um für sie einkaufen zu gehen.
Telefonieren ist ihm nicht genug.
Er möchte seine Mutter sehen.

Das Wohnheim darf er nicht betreten,
er klingelt kurz, lässt Zeit verstreichen.
Alles, worum sie ihn gebeten,
muss jetzt für eine Woche reichen.

 

Sie holt den Einkauf in die Wohnung.
und stellt sich dann auf den Balkon.
Traurig winkt sie ihm zur Belohnung.
Das macht sie nun seit Wochen schon.

Er setzt sich noch kurz auf die Bank,
der Zug geht erst in ein paar Stunden.
Im Stillen denkt er "Gott sein Dank,
sie hat hier ihren Platzt gefunden".

Heute wirkt sie doch ganz munter.
Was macht sie nur ?, denkt er gespannt.
Sie wirft ihm etwas Süßes runter.
„Gute Heimreise, dein Proviant!“

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AUTOR:

Liebe Freunde der Poesie,
Schreiben, Malen und Fotografieren sind drei meiner vielen Hobbys. In diesem Forum könnt ihr über 1200 Gedichte von mir lesen. Ich schreibe über Geschehnisse im Alltag, über Urlaubserinnerungen und hoffe mit Denkanstößen wachrütteln zu können. Wer die Geschichte von Eduard verfolgen möchte, ist hier genau richtig. Inzwischen umfasst die Geschichte 50 Teile. Ein lustiger Roman in Gedichtform.
Wenn ihr etwas tiefer in meine Welt eintauchen möchtet, besucht mich auf meiner Homepage.
Meine Homepage:
http://gudruns-aquarell-galerie.beepworld.de


Mit lieben Grüßen, Gudrun Nagel-Wiemer


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7 KOMMENTARE



13. Mai 2020 @ 19:21

Hallo Gudrun, schön, wenn überhaupt noch jemand da ist, der kommt und hilft, wenn auch nur auf Abstand. Schlimmer ist derjenige dran, der keine Angehörigen mehr hat. LG pally


13. Mai 2020 @ 22:22

Da hast du völlig recht, Pally. Ich habe einiges erlebt, als meine Mutter im Pflegeheim war. Jedoch finde ich es bemerkenswert, dass jemand wöchentlich eine ländere Zugreise in Kauf nimmt, um für die Mutter einkaufen zu gehen. Danke für das Herz unter meinem Gedicht. LG Gudrun


13. Mai 2020 @ 13:20

Sehr schön Gudrun.
LG
Ewald
Heute Nacht ,oder am Morgen ,hat mir der Reiher Goldfische aus meinem kleinen Teich
geholt. Die Überlebenden verstecken sich jetzt.


12. Mai 2020 @ 21:00

Eine schöne Bank für die Leutchen.


12. Mai 2020 @ 19:16

Liebe Hanni, ich möchte mich für das Herz bedanken und den netten Kommentar auf meiner Homepage. Habe mich sehr gefreut. Das Gedicht habe ich für meinen Cousin geschrieben, der jede Woche aus Frankfurt kommt und für seine Mutter einkauft und nach dem Rechten schaut. Besuche sind noch nicht erlaubt, so winkt sie ihm vom Balkon und hofft, dass sich die Situation bald ändert. LG Gudrun


12. Mai 2020 @ 17:33

Sehr schön Gudrun.
LG
Ewald
Heute Nacht ,oder am Morgen ,hat mir der Reiher Goldfische aus meinem kleinen Teich
geholt. Die Überlebenden verstecken sich jetzt.


12. Mai 2020 @ 19:12

Ewald, bei uns hat der Fischreiher auch kräftig zugeschlagen, da werde ich demnächst mal wieder einige Fische kaufen müssen. Danke, dass du mein Gedicht bewertet hast. LG Gudrun



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