Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
Wie fülle ich die Leere, die gerade entsteht?
Jeder wünscht sich, dass das Leben weiter geht.
Ich möchte meine Lieben mal wieder umarmen.
Es ist lange her, seit sie das letzte Mal kamen.
Ich hätte so gern einen Kummerkasten,
für all´ die Dinge, die mich seit Tagen belasten.
In meiner Seele tobt gerade ein Stimmungstief.
Ich greife zum Stift und schreibe einen Brief.
Mir ist klar, womit mein Brief jetzt beginnt.
Mein Leben wird zurzeit von Hoffnung bestimmt.
Von einer Krise, von der ich das Ende nicht sehe.
Von tiefer Sehnsucht nach menschlicher Nähe.
Alles, was mich besorgt und bedrückt hat,
steht nun schwarz auf weiß auf diesem Blatt.
Ich stecke den Brief in ein kleines Kuvert,
und fühle mich nicht mehr so machtlos und leer.
„Ein Brief für den Kummerkasten" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 18. April 2020 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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6 Kommentare
ein sehr wahres Gedicht. Wir leiden Alle unter dieser verdammten Krise. Das mit dem Kummerbrief hast Du gut gemacht!
Trotzdem ein schönes Wochenende und bleib gesund! Liebe Grüße Hanni