Schweigen
In nebelschwerer, dunkler Nacht,
gingen sie verworren hin.
Wann hatten sie zuletzt gelacht?
Was machte denn noch wirklich Sinn?
Im schwachen Schein jener Laterne,
setzten sie sich auf die Bank:
als säße jeder für sich gerne
allein dort – ganz allein - und krank.
Es war mal wieder Nichtverstehen,
das beide tief in Schweigen hüllte -
dass Aufeinanderzuzugehen
sich nicht mit Gehenwollen füllte.
So ließ man sich von Stolz nur treiben
und schaute sich nicht mal mehr an.
Warum hier, in der Kälte bleiben,
wenn man auch drinnen schweigen kann.
*
Nach Mitternacht war es geworden.
Die Bank ist wieder menschenleer.
Vielleicht begann ihr stummes Morden...
Vielleicht auch schon lange vorher.
Worte & Foto: © Ralph Bruse
© Ralph Bruse
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5 Kommentare
Herzliche Grüße
Ralph
Lb.Gr.
Grete
Ziehen Wolken auf, zeigt sich, was das Verbindende wert ist - und war.
Ich will nicht jammern - nur wieder aufstehen.
Vielen Dank fürs Einfühlen.
Herzlich grüßt Ralph
Andere tun sich da schwerer. So schreibt man, um nicht dran zu
ersticken.
Danke. Mach Dir den Abend auch gut.
tschüss Ralph
Mir gefällts.
Ich schüttelt die Schwere ganz leicht ab,
weil ich zwischen den Zeilen was zum lesen hab.
Schönen Abend Ralph