4. August 2023

Die Sucht

Was er auch hört, er hört es dumpf,
die Menschen sind für ihn blöde,
sein Hirn reagiert nur noch stumpf,
was er spürt ist lasch und öde.

Sein Gedächtnis ist aufgeweicht,
der Leib ist erschlafft und müde,
oft schwebt er, fühlt sich federleicht,
sein Blickfeld ist ständig trübe.

Zur Therapie ist er bereit,
um Erlebtes zu vergessen,
doch es ist verlorene Zeit,
die Sucht hat ihn längst – zerfressen.

© Horst Rehmann

© Rehmann

Sammlung 92 Aufrufe
Rehmann Sonstige Gedichte 2 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

2 Kommentare

Rehmann
Rehmann Autor Poet Laureat
04.08.2023
Gebe ich Dir vollkommem recht!
LG
H. Rehmann
04.08.2023
Horst, aus Deinem Gedicht spricht die Hoffnungslosigkeit, denen Menschen in unserer heutigen Gesellschaft ausgesetzt sind. Selbst wenn sie den Willen zur Umkehr haben, verfallen sie doch immer wieder in das alte Muster, weil sie es physisch nicht mehr auf die Reihe kriegen. Leider bleibt die erwartete Hilfe aus!! LG in Deinen Freitagabend, Helga

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Meist gelesen · Sonstige Gedichte
Neue Autoren
Neue Abzeichen
Aktiv in · Sonstige Gedichte
Gedicht des Tages

Endlich hat es mal geschneit, die Kinder sind jetzt hocherfreut. Sie wollen nicht nur kurz mal schauen, sondern einen Sc…

Gedicht lesen
Kurze Umfrage

Hilf uns Gedichtesammlung.net weiterzuentwickeln — wir freuen uns über deine Meinung!

Zur Umfrage
Beliebt diesen Monat
Neue Autoren
Zufallsgedichte
Schlagworte