Auf meinem Teich, da schwimmt ein Schwan,
zieht voller Hochmut seine Bahn.
Wie er schaut, und wie er sich dreht.
Mein Schwan ist eine Majestät.
Mein Herz ist weniger erbaut.
Hab´ ich ihn nur tiefer geschaut.
Er watschelt, einer Ente gleich,
wackelt und latscht durchs Schwanenreich.
Als König reicht´s ihm bis zum Knie.
Der Rest macht ihn zum Federvieh.
(c) Olaf Lüken (18.04.2023)
PS: Noch heute glaubt man in Adelskreisen, dass diese
sich zu den Schwänen rechnen dürfen, während der
Menschenrest sich zu den Gänsen zählen darf.
© Olaf
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2 Kommentare
grundsätzlich geht es mir um das Thema Hochmut und Hochmut kommt vor dem Fall. Als Beispiel habe ich den Schwan genommen, der sich grazil und majestätisch durch die Welt bewegt, wenn er schwimmt bzw. seine Bahnen zieht. Bewegt der Schwan sich an Land, macht er mir einen eher tappsigen - weil watschelnden Eindruck.
Im Fernsehen erzählt ein Graf, dass sich seine Feudalkaste mit Schwänen vergleicht, während er die anderen Menschen als Gänse bezeichnete. Für mich sind das Arroganzallüren im warsten Sinne des Wortes bzw. der Selbsteinschätzung. Herzliche Dienstagsgrüße
Olaf