Der kleine Vogel „Nimmersatt“
fliegt in das Futterhaus.
Welch´ schönes Federkleid er hat,
- er sieht so prächtig aus.
Das Zwitschern und das Tirilieren,
dringt durch den dunklen Tag.
Will er mit dem Gesang verführen,
- mit seinem Flügelschlag?
Weit und breit kein Feind in Sicht,
er sucht sich einen Platz.
Pickt Korn für Korn im trüben Licht,
und schielt zu einem Spatz.
Es droht die graue Eminenz,
gewiss gibt es gleich Streit.
Der bunte Vogel zeigt Präsenz,
hält nichts von Futterneid.
Der Spatz ist frech und greift ihn an,
kreist um die Futterquelle.
Doch „Nimmersatt“ hat viele Freunde,
- die sind sofort zur Stelle.
Aquarell: GMW
© Gudrun Nagel-Wiemer
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7 Kommentare
Aber was soll ich dazu sagen ? Es ist ein schönes Gedicht, weil es eine alltäglich klingende
Geschichte erzählt. Und doch bin ich als Leser nicht nur vom Sprachrhythmus gefesselt. Chapeau !!!
Olaf
Grete
LG und schöne Feiertage
Ewald