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Gedichte zur Fußball-WM 2026

USA · Kanada · Mexiko · Juni–Juli 2026

21. November 2018

Oh lieber Mensch

Warum liebst, du Mensch, die einen und geniesst den anderns Leib?
Deine Brüder und Schwestern, so wie du und ich,
die voller Liebe dich so bedingungslos lieben.
Wer hat dir das Recht gegeben,
die Liebe der liebenswürdigsten Geschöpfen dieser Erde,
auszunutzen?
Wer hat den Wert deines Lebens über des ihrens gesetzt?
Und wer hat dein Leben von ihrem getrennt?

Sie würden niemals aufhören zu kämpfen, bis nicht die Liebe regiert.
Mensch, wie kannst du dem einen noch in die Augen schaun,
wenn du zur selben Zeit einem anderen, sein Leben raubst?
Wie kann ein Tier das ertragen, diese Welt so in Scherben zu sehn?
Und zu verstehn, dass es so weiter geht, ohne ein Ende zu nehmn?

Ihre Herzen hast du längst gebrochen und ihre Seelen gequält.
Doch trotz all dem Schmerz, den du ihnen bereitest,
bleiben sie die reinsten Geschöpfe dieser Erde,
Und trotz all den Morden, die du an ihrem Leibe begehst,
würden sie doch nicht, auch nur einmal dran denken dich aufzugebn.

Oh, lieber Mensch, du trägst die Krone der Schöpfung,
doch nur als Schmuck auf deinem Kopfe.
Wie kannst du es wagen, sie in deinen Besitz zu nehmn,
ohne einmal dran zu denken, dass du der Welt, ihre Liebe nimmst?
Wie kannst du nur ohne Sorgen durch den Tag stolziern und nicht sehn,
dass du über Leichen gehst?

Sag, lieber Mensch, zerreisst es nicht dein Herz, diese Welt so zu sehn?
Und doch nichts zu unternehmn?
Nicht mit dem Auge zu zucken, wenn du deine Geschwister leiden siehst?
Du, lieber Mensch, hörst nicht die Stimme in deinem Herzen,
von all den Lauten, die dein Bauch von sich gibt,
wenn du ihre Leichen schön verpackt vor dir siehst.
Wie lang soll es noch so weiter gehen und du sie nicht versuchst zu verstehn?
Wie soll ein Tier das ertragen, von dir nicht verstanden zu werdn?

Und trotz alle dem lieben sie dich,
oh, lieber Mensch,
bedingungslos.

© m.peters 2018
Alle Rechte sind dem Autor vorbehalten.

© Mirjam Peters

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Mirjam Peters Poetry Slam 2 Kommentare
Mirjam Peters

Ach, wenn ich bloss die Worte hät um mein Ich zu beschrieben, so würd ichs liebend gerne tun. Doch um ehrlich zu sein; Ich hab sie nicht. Kein Wort scheint das Richtige zu sein. Wer bin ich überhaupt?…

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2 Kommentare

Mirjam Peters
22.11.2018
Liebe Hanni, Ich werde mir gleich dein Gedicht lesen und freue mich sehr, dass es noch weitere Menschen gibt, die der gleichen Meinung sind wie ich. Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend.
Liebe Grüsse Mirjam
Hanni
22.11.2018
Liebe Mirjam, Dein Gedicht hab ich mit großem Interesse gelesen, das Leiden der Tiere hast Du ganz ergreifend beschrieben. Ich bin der gleichen Meinung wie Du, es ist katastrophal, was wir unseren liebenswürdigen Mitgeschöpfen antun. Sie haben genau wie wir eine Seele und fühlen Schmerzen. Ich kann keiner Fliege etwas zuleide tun. Wenn Du Zeit und Lust hast, lies doch mal mein Gedicht "Tiergedicht", das ich vor einem Jahr hier eingestellt habe. Ich wünsch Dir einen schönen Tag und liebe Grüße Hanni

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