9. August 2026

Herzensgrund

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Herzensgrund
Uschi Rischanek

Herzensgrund

Wenn wir in einer Zeit nun leben,
die grade so ist wie sie ist.
Was würde mancher dafür geben,
einfach verstreichen jeglich Frist.

Nicht nachzudenken, zu vergessen
das Leid rundum und all den Schmerz.
Die Zeit ist viel zu kurz bemessen ~
sich zu besinnen auf sein Herz.

Vergebens meinen wir zu richten,
denn eines ist wohl sonnenklar,
mal dies und das für uns gewichten -
es wird nichts mehr, wie es einst war.

Nichts wird sein, wie es mal war
alles wird und ändert sich
was noch gestern sonnenklar
grad im Schein des Monds verblich

doch das nehm ich gern in kauf
Anfang wird im Schluss geborn
und es geht der Weltenlauf
zyklisch kreisend nur nach vorn

Das was kommt, das gabs noch nie
Werden sprießt aus tausend Keimen
einer Daseinssinfonie
doch das Leben will sich reimen.

Und doch ist es im Hier und Jetzt,
was unverändert ewiglich.

Der Weltenlauf er mag zwar kreisen,
dies war ganz sicher ihm bestimmt.
Er braucht dabei sich nicht beweisen,
die Zeit ist es, die doch gerinnt.

Und wäre es nicht arg vermessen,
wenn man sie zugleich fassen mag?
Das Schicksal einfach zu vergessen,
denn immer wieder wird es Tag.

Darum mein Freund, sieh nur nach vorn,
es kommt so wie es vorbestimmt.
Die Zeit sie flieht vielleicht der Norm;
wohin ~ wieweit, weiß nur der Wind...

Wohin, wieweit, entflieht die Zeit?
Das weiß ganz sicher nur der Wind ..
und scheint es auch, dass sie gerinnt,
dann nur, weil sie im Schicksalskleid
mal wieder ihre Fäden spinnt.

Und wenn sie aus den Uhren tropft,
auch schmelzen sie im Sonnenschein,
Man sitzt zu Haus. Man ist allein.
Sie klumpt, das Stundenglas verstopft.
So wird es nie das Ende sein.

Drum gib nur niemals einfach auf,
verliere nie den Funken Mut
das Schicksal weiß schon, was es tut.
Schlussendlich wird im Zeitenlauf
dann nämlich wieder alles gut.

Und doch ist es der Lauf der Zeit,
der alles wohl für uns bestimmt.
Egal ob man sich selbst besinnt,
letztendlich wird das Nah so weit
so wie das Weit dir leicht verschwimmt.

Denn wenn es anders wär vielleicht,
daß alles unbestimmt so sehr,
wie leicht blieb manches Herz dann leer.
Selbst wenn die Sehnsucht die ja reicht,
zu füllen manch Gedankenmeer.

So leicht voll Schmerz gereichen Tränen,
die nie getrocknet ganz der Wind.
Mag sein auch dies dir vorbestimmt.
Braucht keiner sich dafür zu schämen,
für ein Gefühl, das niemand nimmt!

© Uschi R. & D.S.
Text/Rezitation/Bild
Music: Papulina ´the garden of silence´

© Uschi R.

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Uschi R. Philosophie & Lebensweisheit 0 Kommentare ~3 Min. Lesezeit
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Uschi R.

Heidenreichstein, Österreich

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sow…

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