Lächelnd sitzt er in seinem Sessel
und streicht ihr sanft über das Haar.
"Großvater, erzähl mir doch einmal,
wie es in deiner Kindheit war."
"In unserer Wohnung war es oft kalt,
die Möbel waren schlicht und alt,
wir sparten an Wasser und am Licht.
Computer und Handys gabs früher nicht.
Meine Hosen waren arg zerschlissen,
die Schuhe durch und aufgerissen,
wir konnten keine neuen kaufen,
ich musste oft zum Schuster laufen.
Die Weihnachtszeit war besonders hart,
jede Mark wurde fürs Fest gespart.
Große Geschenke gabs damals kaum,
Mütze und Socken langen unter dem Baum.
Heilig-Abend, wenn das Christkind kam,
war die Stube kuschlig warm.
Dann wurde der Tisch festlich gedeckt
und die Kerzen am Christbaum angesteckt.
Sie rochen herrlich nach Bienenwachs.
Kannst du dich noch erinnern Max?"
Vater nickt. "Bei aller Bescheidenheit,
war es doch eine schöne Zeit."
Foto: Privat / Weihnachten
© Gudrun Nagel-Wiemer
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10 Kommentare
Ich bin Jahrgang 1952 und bekam einmal in der
Woche nicht nur den Kopf gewaschen.
Aber die Weihnachtszeit war meine Zeit.
Ich nahm alles und oft auch frei von Leid.
Sehr, sehr gerne gelesen....
Olaf
geblieben,ich habe mich in die Vergangenheit versetzt und kann dem,was du beschreibst,nur anschließen.
Du hast es wunderbar verfasst
Grüße von Sieghild
LG Gudrun
Grete