9. Dezember 2018

Heiligabend allein

Durch die tief verschneiten Wälder
Schreitet er zur Abendstund`;
 Es knirscht der Schnee bei jedem Schritte
 Und der Mond strahlt hell und rund.

Heiligabend ist gekommen,
Doch sein Haus ist kahl und leer;
Ehefrau und Kinderlachen,
Alles das gibt es nicht mehr.

 Einsam macht er seine Runde
Ziellos durch die Winternacht,
Und sieht nicht  das Licht des Mondes-
 Nicht die gold`ne Sternenpracht.

Spät zu Hause angekommen,
Gönnt er sich ein Glas Likör-
Denkt an längst vergang`ne Zeiten
Und sein Herz ist ihm so schwer.

Stille Nacht erklingt ganz leise
Aus dem Radio wunderbar,
Dabei schließt er seine Augen
Und träumt wie es früher war.

© Ewald Patz

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Ewald Patz Weihnachtsgedichte 1 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Ewald Patz

Tanzen wir gleich Troubadouren zwischen Heiligen und Huren.
Nietzsche

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1 Kommentar

Ingrid Bezold
Ingrid Bezold Poet Laureat
13.12.2018
Lieber Ewald,
obiges Gedicht hat mich berührt. Habe Parallelen zu mir entdeckt. Eigentlich wollte ich momentan nichts lesen, aber da ich mein Bastei-Gedicht nochmal ansehen wollte, bin ich auf die vielen Orchideen-Kommis gestoßen und neugierig geworden.
Somit habe ich Dein schönes Gedicht gelesen.
Liebe Grüße Ingrid

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