Zwischen Licht und Dunkel

11. Oktober 2016

Müde

Müde

Garstige Gedanken verirren sich;
Ich schlafe ein auf meinem Baum.
Dann Ruhe, fried- und liebelich,
befreiend wirkt der schöne Traum.

Die wärmende Stille steigt empor;
Die Glieder sind nun frei und matt.
Entfernt ertönt der Weihnachts-Chor;
Es schwebt herab das letzte Blatt.

Das Morgentreiben ist noch fern;
Mildtätig lasse ich mich treiben.
Weit oben leuchtet unser Stern;
Bereit uns neuerlich zu begleiten.
(c) Jürgen Wedekind

„Müde" ist ein Gedicht aus der Kategorie Abschied von Gast, veröffentlicht am 11. Oktober 2016 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast

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