Sommer



Ein Sturm im August

Ein Sturm hat sich herangewagt,

zieht über Föhren und Heide:

"Krümmt euch !" ruft die Erde verzagt:

"Kniet euch !" schreit barsch die Weide.

 

Winde rauschen über Feld und Geäst.

Die Zweige knacken und knarren.

Die Eiche steht mutig, trotzig, fest,

beugt weder Haupt noch Nacken.

 

Die Erde ernst zur Heide spricht:

"Du baust dir ´ne Riesenfalle !"

Der starke Baum, er dennoch bricht,

fällt nieder mit großem Dralle.

 

Gebrochen spricht der Eichenbaum:

"Ich will niemandes Leben neiden.

Sterben werd´ ich und schaffe Raum,

für Birken, Buchen und Weiden."

 

"Wiegt im Sturm euer Blätterhaar,

über meine kalte Leiche.

Ihr Freunde, die ihr trauert zwar,

denkt dran, ich war eure Eiche !"

 

(c) Olaf Lüken (25.08.2022)

 

 

Gelesen: 72   
Teilen ausdrücklich erwünscht!

AUTOR:


ÄHNLICHE GEDICHTE







SCHREIBE EINEN KOMMENTAR

mind. 20 Zeichen

Login

Noch keinen Account? Melde Dich hier an!
Passwort vergessen?

Meist Gelesene Gedichte

2927+
Das Versprechen

1699+
Frühling

1212+
Für eine schöne Frau

1023+
Grünkohl

891+
Nachbars Kirschen

673+
DER TRAUM

651+
FRAG MICH NICHT

650+
Wir Kinder vom Hof

609+
Winter

579+
Zwei glückliche Marienkä...


- Gedichte Monat

3+
Uhren auf Sommerzeit umste...


- Gedichte Jahr

Es gibt noch keine Bewertungen in der Kategorie: Sommergedichte


Neusten Kommentare

bei "Das Spiel"

bei "Das Spiel"

bei "Geschenk zum Hochzeitstag"

bei "Das Spiel"

bei "Das Spiel"

bei "Das Spiel"

bei "Geschenk zum Hochzeitstag"

bei "SPIELEREI"


Herzlich Willkommen!











Zufallsgedichte




aufräumen Aufregung ? Arbeitstag Achterbahn Amerika Abend allein Alphabet Amor Alkohol Abnehmen Ausflug Abenteuer Augenblick August Arzt Aphorismus Advent Amsel Appetit Alte Antwort Abendlied Armut Album Alltag Affe Angst Allerheiligen Atmosphäre Achtung Aufklärung Abschied Arbeit Alleinsein Alter Annie Arbeitslos Alm