Natur und Jahreszeiten



Entenfrust



Mein Erpel ist ein eitler Gockel;

spreizt seine bunten Federn weit -

sitzt stolz am allerhöchsten Sockel.

Schnatternd mahnt er: "Es wird Zeit!"

 

Blumen wirft er aus dem Kasten,

um für uns beide Platz zu suchen.

Statt einfühlsam sich vor zu tasten,

seh´ich ihn grabend endlos fluchen.

 

Nein, diesen Macho will ich nicht!

Ich bleibe lieber Single - Ente,

bevor er mir den Schnabel bricht,

lebe ich ruhiger als Getrennte.

                        *

                    09/2025

Text und Foto(C) Ingrid Bezold

Gelesen: 91   
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AUTOR:

Mein schönstes Gedicht
ich schrieb es nicht
aus tiefsten Tiefen stieg es
ich schwieg es

Mascha Kaleko

Übrigens:
Ich schreibe mit Herzblut - authentisch, nicht immer perfekt, aber immer ohne KI.


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4 KOMMENTARE



06. Oktober 2025 @ 20:34

....und ist das Entenpaar wieder in Wassernähe, liebe Ingrid ? Tiere haben manchmal die unmöglichsten Nistplätze. Früher nistete ein Meisenpärchen in unserem Briefkasten, aber auch nur, weil die Kastenklappe fehlte. Meine Zeitung und die Post landete dann beim Nachbarn. Das war eine ganz neue Erfahrung! Schicke lG in Deinen Abend, Helga


07. Oktober 2025 @ 10:17

Von meinem Balkon aus kann ich in oder auf die Pegnitz schauen, liebe Helga.
Ich hätte also keinen weiten Transportweg, aber die Küken unbeschadet in den Karton zu bringen, wenn sie so munter flattern und ich nur 2 Hände habe....
Danke und liebe Grüße
Ingrid



06. Oktober 2025 @ 09:54

Guten Morgen, Ingrid, jetzt habe ich doch tatsächlich gedacht, der Erpel hätte im Blumenkasten Platz für dich gemacht. Erst im letzten Vers wurde mit klar, dass die Ente gemeint war und ich musste lachen...
Grüße in den Montag schickt dir Gudrun.


06. Oktober 2025 @ 10:13

...der Blumenkästen wäre mit lautem Knall mit mir im Gras gelandet, liebe Gudrun; denn ich hätte ihn mit meinem Gewicht gesprengt;-))
Das Entenpaar will jedes Jahr bei mir im 3.- (letzten ) Stock nisten. Die beiden werfen Erde und Pflanzen durch die Luft, um Platz zu schaffen. Ich muss sie immer wieder vertreiben; denn ich möchte nicht die Küken nach dem Schlüpfen in den unterhalb liegenden Fluss tragen müssen. Einmal saß die Entendame im noch unbepflanzten Trog da hab ich das Foto geknipst und danach die Zeilen geschrieben.
Danke und einen schönen Start in die neue Woche.
LG Ingrid



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