Die letzte Rose blüht im Garten,
vorbei ist´s mit der Blütenpracht.
Heide ziert die Blumentöpfe,
kalt und dunkel ist die Nacht.
Raureif liegt jetzt auf den Gräsern,
ich mache den Garten winterfest.
Kaum ein Vogel ist zu hören,
verlassen ist so manches Nest.
Unter den Büschen knistert ´s leise,
ein kleiner Igel sucht nach Schnecken.
Libellen tänzeln durch die Luft,
- es gibt so viel zu entdecken.
An meinen Schuhen klebt die Erde,
der Boden ist sehr weich und nass.
Ich streue noch ein paar Blumensamen,
für den Frühling in das Gras.
Setze die letzten Blumenzwiebeln,
für Narzissen, Tulpen, Osterglocken.
Die Fische in unserem Gartenteich,
warten auf ihre Eiweißflocken.
Die Sonne kommt noch einmal raus,
lässt das bunte Laub erstrahlen.
Da öffnet sich sofort mein Herz,
jetzt möchte ich die Rose malen.
Foto:GNW
„Die letzte Rose" ist ein Gedicht aus der Kategorie Natur und Jahreszeiten von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 18. Oktober 2024 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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2 Kommentare
G.