über die Liebe



DER BETRUG



 

*Der Betrug*

 

Warum können viele Leute

nicht treu zu ihrem Partner stehen?

Warum müssen Menschen heute

vermehrt in fremde Betten gehen?

 

Oder war das immer so?

Bei zu langem Miteinander

ist man beim Sex dann nimmer froh,

wenn nicht der Partner wird ein Anderer…?

 

Was reizt so sehr am Neuen, Fremden?

Ist’s nur die Abwechslung, dies gibt?

Wieso bleibt man nicht bei seinen Hemden,

und dem, den man angeblich liebt?

 

Ist treu sein heut konservativ,

in der Beziehung schon entbehrlich?

Ist diese Optik nicht sehr schief;

oder etwa nicht ganz ehrlich?

 

Ist‘s Feigheit; weil nicht konsequent;

muss man Sex und Liebe trennen?

Der Zeitgeist; weils nun mal so rennt,

darf man auch mit anderen pennen?

 

Nur weil man grade Lust drauf hat?

Auch wenn man weiß, dass da wer ist,

für den das wär ein tiefer Cut

und sicher Tränen dann vergießt?

 

Denn wenn es einen Partner gibt,

wird  immer wer betrogen!

Zu sagen, dass man trotzdem liebt,

ist sicherlich verlogen.

 

Ist‘s kein Problem, wenn selbst man Single?

Einfach, wenn man darüber schweigt?

Oder ist man doch ein Schlingel,

wenn man in andere Betten steigt?

 

Was man nicht weiß, macht ja nicht heiß,

ist es wirklich gar so leicht?

Auch wenn man vorher es schon weiß,

dass frühmorgens man sich schleicht?

 

Ist‘s nur ein Spiel, nur das Vergnügen,

oder sucht man den Vergleich?

Sollte es denn nicht genügen,

ist man mit einer Liebe reich?

  

Fühlt man sich nur dann bestätigt,

wissend, für andere attraktiv?

Wir von anderen man genötigt,

betrachtet man es objektiv?

 

Fragen, die man selten stellt.

Ohne Rücksicht auf Verluste,

tut man oftmals, was gefällt,

als ob man es nicht besser wusste…

 

Wer betrügen will, tuts ohnehin!

Etwas, was ganz oft man hört;

mit irgendwem steht dem der Sinn,

als Argument, dass es nicht stört.

 

Denken wirklich beide gleich,

oder lebt vielleicht das Hoffen,

dass der Andere wird weich?

Diese Frage bleibt wohl offen.

 

Doch ists Betrug, sobald wer leidet!

Und einer tut das ganz bestimmt.

Wer sich bewusst dafür entscheidet,

weiß, dass man wem den Liebsten nimmt.

  

Auf Dauer geht es niemals gut,

das kann man nicht bestreiten.

Darum sei stets auf der Hut,

denn es gilt für beide Seiten!

 

Vielleicht kommt einmal der Tag,

wo man selbst davon betroffen.

Ob man es dann auch noch mag,

ist man selber auch so „offen“?

 

Durch die Seele oftmals frisst

sich die Moral, das Ehrgefühl.

Wem es egal, ein Egoist

und emotional sehr kühl.

 

Denn eigentlich ist jedem klar:

Unweigerlich kommt der Moment,

man spürt, es ist nicht wunderbar,

nur weil man es nicht anders kennt.

 

Denn es bleibt was auf der Strecke,

die Liebe und die Achtung auch.

So hoff ich, dass ich jemand wecke,

hört auf das Gefühl im Bauch…

 

           DerPoet (08/18)

 

Foto: pixabay

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Chris Peter (aka *DerPoet*)

geb. 1965 im steirischen Feldbach, lebt in der Nähe von Graz (Österreich).

Freier Autor, schreibt seit seinem 18. Geburtstag Poesie und Gedichte,
hauptsächlich zu den Bereichen Liebe & Beziehungen, aber auch zu sozialkritischen Themen und dem aktuellen Zeitgeist, meist in klassischer Gedicht- und Reimform.

Literarische Vorbilder: Christian Morgenstern, Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz.

2. Platz in der Kategorie "Kunst & Literatur" im Februar 2017 bei Besucher-Award.de
mit der Facebook-Seite:

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