28. Oktober 2017

Der verstummte Tanz

Einst schwebten sie durch diesen Raum,
als wie zwei Engel in einem Traum.
Heut stehen diese Mäuer leer,
die Turmuhr tickt schon lang nicht mehr.

Einst tanzt die Braut mit ihrem Mann,
der Liebende sie nicht bekam.
So soll’s niemand wenn er nicht dann,
mischt er ihr etwas in den Trank.

Der Gatte aus Liebe und voller Drang,
sich folglich auch das Leben nahm.
Der Efeu wuchs die Mauern hoch,
des Volkes Furcht, dort vor dem Tod.

Und wenn du heut in diesen Wänden,
hörst wie sie nicht Ruhe finden,
tanzen sie noch zur Musik,
im Nebelschein, zum alten Lied.

„Der verstummte Tanz" ist ein Gedicht aus der Kategorie über die Liebe von Andreas M. Riegler, veröffentlicht am 28. Oktober 2017 auf Gedichtesammlung.net.

© Andreas M. Riegler

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Andreas M. Riegler


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1 Kommentar

Heike
Heike Barde
10.03.2019
Hallo Andreas

Hab mal in deinen Gedichten gestöbert und bin auf dieses hier gestoßen. Fand ich total gut und hab s mal
nach vorne geschoben, das es andere Autoren auch lesen können.
Lieben Gruß Heike

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