*Sehnsucht*
Hab Deine Stimme noch im Ohr
und es kommt mir fast so vor,
als wärst Du hier bei mir im Raum.
Halt mein Gefühl kaum mehr im Zaum,
meine Gedanken schweifen ab,
und halten mein Gehirn auf Trab,
ich sehe Dich im Kopf vor mir
und wünschte mir, ich wär’ bei Dir.
So geht es mir nun schon seit Tagen.
Wie lange noch wird es mich plagen,
bis ich Dich endlich wieder seh’?
Es tut fast körperlich schon weh,
zu wissen, Du bist von mir fort,
an diesem weit entfernten Ort
und ich kann nicht bei Dir sein.
Dennoch bin ich nicht allein!
Denn Du wohnst in meinem Herzen!
Und leide ich auch große Schmerzen,
horch ich ganz tief in mich hinein,
wirst immer mitten in mir sein.
Kannst mich nicht wirklich mehr verlassen,
Dein Eindruck wird nicht mehr verblassen,
Dein Wesen immer in mir bleiben,
und so die Einsamkeit vermeiden.
Und selbst in den größten Nöten
kann Dich niemand in mir töten.
Auch wenn aus meiner Sicht verschwunden,
bist untrennbar mit mir verbunden
wie durch ein unsichtbares Band.
Halt es ganz leicht in meiner Hand -
muss auch nicht fest sein, denn ich spür’:
Du bist bereits ein Teil von mir!
DerPoet (04/01)
Bild: pixabay
