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Herbstwehen



Der Stuhl vor dem verblühten Sommerblumenfeld
steht, wie vergessen, einsam und verlassen da,
als wäre er für mich bereit gestellt,
zu mir zurück zu finden - bodennah.

Wie einen Wink, hier vor dem Feld zu rasten,
nehm ich das Angebot für mich.
Schon finde ich ein Schwinden meiner Lasten -
schreib mich hier frei vom spitzen Stich.

Im Herbstweh´n fliehen die Gedanken fort -
weg vom Papier - weit in die Ferne
über Städte und so manchen kleinen Ort
und mit ihm ziehen letzte Vogelschwärme.

Der Himmel weicht vom Hell ins Dunkel.
Nun ist es an der Zeit, zu gehen.
Es blitzt ein schwacher Blumenfunkel
beim letzten Blütenblattverwehen.

                            *

 

Foto und Text (C) Ingrid Bezold

Gelesen: 85   
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AUTOR:

Mein schönstes Gedicht
ich schrieb es nicht
aus tiefsten Tiefen stieg es
ich schwieg es

Mascha Kaleko


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2 KOMMENTARE



19. September 2024 @ 12:48

...welch schönes Feedback, liebe Grete. Ich danke dir.
So sehr ich mich über einen Kommentar freue - es wäre schön, überhaupt gelesen zu werden.
Leider scheint das hier nicht der Fall zu sein oder es gibt Autoren, die so viele Werke zeitgleich posten, dass die anderen gleich verschwinden. Schade.....
aber umso mehr freue ich mich über dein Vorbeischaun. Danke.
Liebe Grüße
Ingrid


19. September 2024 @ 10:31

... ein Kleinod der Sprache , einzigartig schön. Meine dionysische Wesensart hat es genossen. ("schwinden der Lasten ") Das Foto ist sehr aussagekräftig , ich wünsche dir , sei die scheinbar einzelne Sonnenblume im Vordergrund und trotzdem ein Teil des Ganzen .
Sei dir gut ! ! !
G.



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