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Eduard, ach Eduard



Mein lieber Nachbar Eduard,
hat sein Leben lang gespart.
Er war knausrig, hat gegeizt,
und seine Ruth damit gereizt.

Jetzt will er endlich einmal leben,
doch keine Chance, Geld auszugeben.
Keine Partys, keine Fete,
nun sitzt er da, mit seiner Knete.

Flugreisen sind vorerst tabu,
Konzerthallen und Theater haben zu,
sein Fazit ist, ich bleibe zu Haus
und gebe mein Geld für Feinkost aus.

Er macht sich seinen Alltag fein,
jeden Tag ein Fläschchen Wein,
er brutzelt Steaks, es wird gegrillt,
danach noch stundenlang gechillt.

Eduard, einst schlank und schick,
legt kräftig zu, wird mächtig dick.
Seine Frau, die smarte Ruth,
heißt seinen Lebensstil nicht gut.

Ihr gefällt nicht, was sie sieht,
hat ihren Gatten oft bekniet
nicht noch weiter zuzulegen,
sondern sich mal zu bewegen.

Anstatt einsichtig zu sein,
tröstet sich Eduard mit Wein.
Weil seine Ruth nicht anders kann,
verlässt sie ihren Ehemann.

Jetzt zahlt der Gute Unterhalt,
sein Geld bekommt der Rechtsanwalt,
vielleicht bleibt ihm ja noch ein Schein,
für ein gutes Fläschchen Wein.

Eduard, ach Eduard,
du hast viel zu lang´ gespart.
Jetzt hast du nichts von deinem Geld
und verloren, was wirklich zählt.

 

Teil 1

 

Gelesen: 78   
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AUTOR:

Liebe Freunde der Poesie,
Schreiben, Malen und Fotografieren sind drei meiner vielen Hobbys. In diesem Forum könnt ihr über 1200 Gedichte von mir lesen. Ich schreibe über Geschehnisse im Alltag, über Urlaubserinnerungen und hoffe mit Denkanstößen wachrütteln zu können. Wer die Geschichte von Eduard verfolgen möchte, ist hier genau richtig. Inzwischen umfasst die Geschichte 50 Teile. Ein lustiger Roman in Gedichtform.
Wenn ihr etwas tiefer in meine Welt eintauchen möchtet, besucht mich auf meiner Homepage.
Meine Homepage:
http://gudruns-aquarell-galerie.beepworld.de


Mit lieben Grüßen, Gudrun Nagel-Wiemer


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7 KOMMENTARE



29. Juli 2021 @ 19:58

Liebe Gudrun,
ja, wer hätte das gedacht,
was der Eddi so für Sachen macht,
die Frau ist weg, das Konto leer,
das schöne Leben gibts nicht mehr,
was nützt im jetzt das leiblich Wohl,
ertränkt den Kummer nun im Alkohol,
früher hätte er solls lassen,
hätt die Ruth ihn nie verlassen.
LG Helga


30. Juli 2021 @ 09:12

Liebe Helga, danke für das Herz.
Ein ernstes Thema, humorig verpackt.
LG Gudrun


29. Juli 2021 @ 15:14

Sehr schön - ernst und doch humorvoll.
LG
Ewald


30. Juli 2021 @ 09:17

Guten Morgen, Ewald,
in diesen verrückten Zeiten ist Humor Balsam für die Seele.
Bleib gesund und schreibfreudig. LG Gudrun


28. Juli 2021 @ 19:00

Liebe Gudrun, habe laut aufgelacht, hast du niemanden der das vertont, einfach herrlich
Grete


29. Juli 2021 @ 09:16

Liebe Grete, dann hat das Gedicht ja seinen Zweck erfüllt. Lachen ist bekanntlich gesund. LG Gudrun


28. Juli 2021 @ 17:00

Liebe Gudrun,
Dein Gedicht gefällt mir! Da hast Du das Leben von Eduard sehr humorvoll beschrieben. Es ist schwer, den inneren Schweinehund zu besiegen, so wird er seine Wampe nie wegkriegen.
Dir einen gemütlichen Feierabend bei einem Gläschen Wein! Liebe Grüße Hanni



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