Sehnsucht



Auf Büttenweiß



Der letzte Brief er blieb wohl ungeschrieben,
als weißes Blatt zurück, doch inhaltsschwer.
Gleich Regentropfenwünschen die verblieben,
an glitzernd Scheiben, sehnsuchtsvoll doch leer.

Geronnen im Immens sind uns die Tränen...
Mag sein zum Firmament war es zu weit.
In all Gedankenbildern welch Ersehnen,
fast aufgehalten scheint beinah die Zeit.

Im Ewigweit einander wiederfinden,
wenn alte Lieder klingen leise nach.
Und Klänge sich zur Melodei verbinden,
das Herz es schlägt ~ doch rät gemach, gemach.

Was war es denn, in all der Zeit voll Hoffen,
in der manch Blütenträume nun verwehn.
Es bleibt soviel was für die Zukunft offen
im Wunschgebaren, schwer doch zu verstehn.

Den letzten Brief, den trägt man oft im Herzen,
Gefühle finden manchmal keine Worte.
Doch lodern sie wie tausend helle Kerzen,
Papiere sind die meist gewählten Orte,

auf denen sich die Sehnsucht niederlässt.
Die Zeit jedoch vergilbt schneeweißes Blatt
und rissig wird so manches Vogelnest,
in dem die Liebe einst gebrütet hat.

Was bleibt sind Bilder aus den Sonnentagen,
die Blüten einer Leidenschaft sind abgefallen,
Doch könnte sie dein Lachen in den Himmel tragen,
dorthin, wo Träume mit der Wahrheit aufeinander prallen.


© U.R.&J.L.
Text/Rezitation
Music: mcanden
Bild: pixabay

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AUTOR:

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sowie auf meinem YouTube Kanal auch Klassiker wie Hermann Hesse, Rainer Mara Rilke, Erich Fried, Eva Strittmatter, Mascha Kaléko um nur einige zu nennen... mehr als zum Hobby mittlerweile geworden.
An geistreichem Austausch stets interessiert freue ich mich auch hier wieder präsent zu sein!

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1 KOMMENTAR



13. Mai 2026 @ 18:24

... deine Wortschöpfungen beeindrucken mich immer wieder. "Regentropfenwünsche" asoziere ich mit Tränen die an der Fensterscheibe des Lebens herabfließen, auf das weiße Papier , das alles aufsaugt und irgendwie verewigt diese abgefallenen Blüten einer Leidenschaft. Sie fallen nicht ins Nichts . Kein Wort, kein Gedanke geht verloren . Ein schönes Gedicht und ein passendes Bild dazu.
Lb. Gr.
G.



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