Angst



Wunschzettel eines Obdachlosen



Wunschzettel eines Obdachlosen

Liebes Christkind,

es wird Zeit, dass ich dir schreibe.
Ich suche eine feste Bleibe.
Sie muss nicht groß sein, nur ein Zimmer,
- denn diese Kälte mag ich nimmer.
Vielleicht noch ein paar warme Decken,
um mich abends zuzudecken.
Eine Daunenjacke und einen Schal.
Der Frost ist für mich die reinste Qual.
Eine heiße Dusche und ein warmes Essen
wären zum Fest auch angemessen.
Ich möchte Weihnachten nicht allein verbringen,
vor einem Christbaum Weihnachtslieder singen.
Am Heilig-Abend möchte ich in die Kirche gehen
und mir das Krippenspiel ansehen.
Doch so, wie ich angezogen bin,
macht das sicher keinen Sinn.

Ich bete für mich - ganz im Stillen,
dass ein paar Wünsche sich erfüllen.

 

Gelesen: 40   
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AUTOR:

Liebe Freunde der Poesie,
Schreiben, Malen und Fotografieren sind drei meiner vielen Hobbys. In diesem Forum könnt ihr über 1100 Gedichte von mir lesen. Ich schreibe über Geschehnisse im Alltag, über Urlaubserinnerungen und hoffe mit Denkanstößen wachrütteln zu können. Wer die Geschichte von Eduard verfolgen möchte, ist hier genau richtig. Inzwischen umfasst die Geschichte 50 Teile. Ein lustiger Roman in Gedichtform.
Wenn ihr etwas tiefer in meine Welt eintauchen möchtet, besucht mich auf meiner Homepage.
Meine Homepage:
http://gudruns-aquarell-galerie.beepworld.de


Mit lieben Grüßen, Gudrun Nagel-Wiemer


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2 KOMMENTARE



19. Dezember 2018 @ 17:22

Liebe Gudrun, Du hast mit Deinem einfühlsamen Gedicht das schwere Leben eines Obdachlosen auf den Punkt gebracht. Vor allem im Winter ist es furchtbar, auf der Straße leben zu müssen. Jedes Jahr erfrieren viele von ihnen bei Eiseskälte auf der Straße. Und das in so einem reichen Land wie Deutschland, wirklich eine Schande. Schöne Weihnachten und liebe Grüße Hanni

Gabriele Berg

18. Dezember 2018 @ 19:47

Ein schönes Gedicht


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